Zweite Nullrunde zum Saisonauftakt – erneute Absage der Honda-Markencups

Nachdem auch der zweite Lauf der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring 2005 nach einem plötzlichen Wintereinbruch abgesagt wurde stehen die Teilnehmer der beiden Honda Mar-kencups, Honda Civic Type-R-Cup und Honda S2000-Cup, noch immer ohne Punkte dar. Nachdem in der nacht die Temperaturen unter die Nullgradgrenze gesunken waren, setzte am frühem Morgen starker Schneefall in der Eifel ein, so dass der Nürburgring sich vor dem angesetzten Training mit einer weißen Schneedecke präsentierte. Bis 13 Uhr hoffte die Rennleitung noch auf eine extreme Wetteränderung, bevor dann die endgültige Absage kam.

Andreas Mansfeld (Honda-Motorsportkoordinator): „Es tut mir für alle Beteiligten leid, die nun zum zweiten Mal ohne Rennen nach Hause fahren müssen. Aber es war eine richtige Entscheidung. Die Gefahr, dass etwas Schlimmers bei diesen Bedingungen passiert, war einfach zu groß.“

Stimmen aus dem Honda Civic Type-R-Cup
Michael Marsani (Hattingen) packte mit seinem Team schon frühzeitig das Material ein: „Wir wären auf keinen Fall gefahren, es war einfach zu gefährlich. Es war zu kalt.“

Thorsten Kill (Siegen): „Ein Autorennen bei diesem Wetter, das braucht kein Mensch.“

Roland Lotzmann (Bruchköbel): „Wir hatten uns entschieden, nicht zu fahren. Das Risiko war uns einfach zu groß.“

Peter Venn (Großbritannien) wollte fahren: „Wenn die Rennleitung das Rennen durchgeführt hätte, wäre ich gestartet. Ich will in dieser Saison mit um die VLN-Meisterschaft fahren.“

Andreas Weiland (Bad Vilbel): „Grundsätzlich wäre ich gefahren. Man muss bei solchen Bedingungen einfach ein wenig mehr Vorsicht walten lassen.“

Werner Uetrecht (Stemwede): „Bei manchem Regenwetter waren die Verhältnisse schlimmer als heute. Ich meine, man hätte fahren können, aber das habe ich nicht zu entscheiden.“

Stimmen aus dem Honda S2000-Cup
Ulfried Baumert (Windeck): „So lange auf den Randstreifen noch Schnee lag, war ein Start unmöglich. Das ist einfach zu gefährlich.

Walter Nawotka (Cuxhaven): „Ich bin frustriert. Wir haben unser Auto erst zum zweiten Rennen fertig bekommen und uns auf unser erstes Rennen gefreut. Zudem mag ich persönlich keinen Schnee.“

Thomas Peipelmann (Teamchef Cardiff Motorsport): „Wir sind Motorsportler und keine Wintersportler. Bei diesen Bedingungen zu fahren, wäre ein zu hohes Risiko gewesen. Ich fahre lieber ohne Preisgeld, aber mit drei intakten Autos wieder nach Hause.“

Für die Honda-Markencups, Honda Civic Type-R-Cup und Honda S2000-Cup, stehen nach der Absage der beiden ersten Läufe noch 9 Rennen auf dem Programm. Allerdings ist jetzt nur noch jeweils ein Streichresultat möglich.