Das Volvo Team Mühlner Motorsport hat das wichtigste Rennen im Kalender der Deutschen Langstrecken-Meisterschaft für sich entschieden. Ulli Andree und Jörg Seidel steuerten ihren Volvo S60 zu einem souveränen Erfolg beim Ruhr-Pokal-Rennen auf dem Nürburgring. Damit hat Volvo mit Mühlner in diesem Jahr beide Langstrecken-Klassiker auf der Nordschleife gewonnen – neben dem nicht zur Meisterschaft zählenden 24-Stunden-Rennen nun auch das Sechs-Stunden-Rennen.
Vor den Erfolg hatten die Renngötter am Samstag allerdings die Hektik gesetzt. Denn in der Nacht zum Renntag erkrankte Andreas Middendorf, den Teamchef Bernhard Mühlner eigentlich als Partner von Ulli Andree zurückgeholt hatte, plötzlich an einer fiesen Grippe. „Ich hatte Fieber und fühlte mich richtig elend“, erschauderte der Architekt aus Grevenbroich.
„An Fahren war überhaupt nicht zu denken.“
Da Andree die sechs Stunden lange Marathon-Distanz nicht allein bestreiten konnte, musste wenige Stunden vor Trainingsbeginn noch eilends Ersatz rekrutiert werden. „Um zehn nach Sechs haben wir Jörg Seidel aus dem Bett geklingelt“, erinnert sich Mühlner. „Und der hat zum Glück spontan zugesagt.“ Damit hatte das Volvo Team Mühlner den einen Siegfahrer vom 24-Stunden-Rennen durch einen anderen ersetzt.
Neben dem neuerlichen Klassensieg für den Volvo S60 mit Andree/Seidel freute sich der Teamchef auch über den Erfolg eines ebenfalls von ihm eingesetzten Porsche 911 GT3 Cup, den Heinz-Josef Bermes/Thomas Koll/Jürgen Gockel zum Sieg steuerten. „Am Volvo hängt natürlich mein Herz, denn das Auto fährt mit einem ´MM´-Chassis und ist eine komplette Eigenentwicklung von Mühlner Motorsport“, strahlte der Boss. „Aber mit einem Team zwei Klassensiege bei diesem bedeutenden Rennen zu holen, ist schon etwas ganz Besonderes.“












