Mühlner Volvo S60 gewinnt Hitzeschlacht in der „Grünen Hölle“

Die Erfolgsstory von Volvo und Mühlner Motorsport in der BF-Goodrich-Langstreckenmeisterschaft geht weiter. Ulli Andree gewann am Samstag auch den fünften Lauf auf dem Nürburgring. Damit schraubte der Kölner die Ausbeute des Volvo S60 auf vier Saisonsiege und einen zweiten Platz in der laufenden Meisterschaft nach oben – und knüpfte nahtlos an den Sieg beim nicht zum Championat zählenden 24-Stunden-Rennen an.
Der Sieg von Einzelfahrer Andree geriet zu keiner Zeit in Gefahr. Der einzige Unruhefaktor war ein Regenschauer pünktlich zum Start der Einführungsrunde. Pole-Setter Andree blieb bei einsetzendem Regen zunächst auf Slicks draussen. „Ich hatte gehofft, dass es nicht so stark anfängt zu regnen, wie es letzlich angefangen hat.“
Nach der ersten Rennrunde lief Andree die Mühlner-Box an. Der zweitplatzierte Opel Astra des Kissling-Teams, den sich Reinhard Huber und Rainer Bastuck teilten, folgte ihm auf dem Fusse. „Nach dem Boxenstopp habe ich den Astra aber nicht mehr gesehen.“ Denn Andree trat erfolgreich die Flucht nach vorne an und hängte die Konkurrenz locker ab.
Der Schauer verzog sich derweil ebenso schnell wie er gekommen war. Andree fasste bald wieder Slicks aus. „Aber dadurch, dass wir ihn bis nach der fünften Runde auf Regenreifen fahren lassen konnten, passte dieser zweite Reifenwechsel dann sogar wieder in unseren Tankrhythmus von fünf, zehn und zehn Runden“, relativierte Teamchef Bernhard Mühlner. „Wir haben dadurch also keine zusätzliche Zeit verloren.“
Nach dem Reifenwechsel setzte Andree seine Fahrt an der Spitze unbeirrt fort – und landete einen nie mehr gefährdeten Start/Ziel-Sieg. Trotz der scheinbar lockeren Triumph-Tour kletterte er reichlich abgekämpft aus seinem Volvo S60: „Es war unglaublich heiss. Im Cockpit herrschten sicher Temperaturen von 60 Grad. Das Rennen war echt anstrengend – aber der Sieg ist ein schöner Lohn für die Plackerei.“