Klassen- und Wertungsgruppensieg für Peter Mies und David Horn

Der fünfte Lauf der BFGoodrich-Langstreckenmeisterschaft sollte für Peter Mies und David Horn zur Triumphfahrt werden. Bei Wetterverhältnissen, die ein bisschen an das 24-Stunden-Rennen vor wenigen Wochen erinnerten, gewannen sie mit ihrem Porsche 993 RSR souverän die Klasse H3 und die Wertungsgruppe der Gruppe H – Fahrzeuge. Zudem schafften sie mit dem 14. Gesamtrang den Sprung unter die Top 20.
Bei der Startaufstellung waren restlos alle Autos auf Slicks unterwegs. Zwar zogen ein paar dunkle Wolken in der Ferne heran, doch niemand rechnete mit dem, was folgen sollte. Noch in der Einführungsrunde auf der Nordschleife war es trocken und warm. Kaum hatte die Rennleitung den fliegenden Start freigegeben, prasselte ein kräftiger und kurzer Regenschauer auf die 148 Rennwagen hinunter. Nur im Schritttempo ging es um die Kurven.
Das von Dören Motorsport unterstützte Duo entschied sofort, auf Intermediates zu wechseln. Als es nach etwa einer halben Stunde wieder trocken war, mussten viele Teams wieder in die Box, weil sie Regenreifen drauf hatten. Nicht so Mies und Horn, sie konnten den zweiten Boxenstopp routinemäßig durchziehen. Einen Boxenstopp gespart, hieß etwa drei Minuten Vorsprung. Was dann folgte war für alle Fahrer eine Konditionsprüfung der besonderen Art. Über der Fahrbahn lag dünner Nebel vom verdunstenden Wasser. Zu der hohen Luftfeuchtigkeit kam in den Autos große Hitze, weil die Sonne ordentlich einheizte. 60 Grad und mehr machten die Cockpits zu kleinen Saunen.
Doch trotz des leichten Chaos’ zu Beginn – in der Box wurde es richtig eng – und der kräftezehrenden Schwüle fuhren Mies und Horn einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Entsprechend ausgelassen feierten beide dann bei der Siegerehrung. Den großen Schluck aus der Champagnerflasche hatten sie sich redlich verdient.