Die Fahrzeuge scheinen auf den ersten Blick recht unscheinbar. Bei näherem Hinsehen stellt man jedoch fest, dass zwei Privatteams hier akribisch jede Minute Zeit investieren, um den Rennzwerken das Laufen beizubringen. Die Rede ist von dem Ford Fiesta BR des Team Böckmann Renntechnik und dem Ford Puma RS des Rennsportteam Gemen. Beide lieferten sich in den vergangenen Rennen heiße Duelle in der SP2, der Klasse der VLN-Specials bis 1600 ccm Hubraum.
„Wir sind in dieser Saison sehr zuverlässig unterwegs gewesen“, so Sven Böckmann. „Von sieben Starts haben wir sieben Mal die Zielflagge gesehen und gepunktet.“ Über die Saison wurde der Renn-Fiesta permanent weiter entwickelt. Zuletzt schmückten eine neue Frontpartie und ein Heckflügel das Fahrzeug. „Das bringt uns mehr Ruhe, gerade in den schnellen Passagen der Nordschleife.“
Auch das Team Gemen rund um Ernst Berg und Klaus Ebbing setzt auf Entwicklung. „Zum nächsten Lauf setzen wir ein neues Getriebe aus England ein, um die Rundenzeiten zu verbessern“, so Ebbing. „Ausschlaggebend für diesen Schritt waren die Rundenzeiten, die die Werksteams aus der Beru Top 10 gefahren sind. Wir können denen zwar als Amateure nicht das Wasser reichen, aber wir stellen uns der Herausforderung.“
Beide Teams geben in der Schlussphase der Saison 2003 noch einmal alles. Sven Böckmann verrät: Ich glaube fest daran, dass wir nach Punkten am Ende der Saison die Nase vor unseren Konkurrenten haben werden.“ Gleiche Pläne hegt auch Klaus Ebbing: „Unser Punktevorsprung beträgt 4,59 Punkte – und wir wollen diesen selbstverständlich noch ausbauen.“
Es bleibt also abzuwarten, ob das Team aus dem Münsterland den inoffiziellen Klassensieg in der SP2 einfährt oder das Team Böckmann die besseren Karten bei den noch verbleibenden Rennen hat. Die Fans dürfen sich in jedem Fall auf fairen und spannenden Endspurt in der Klasse SP2 freuen.












