Sieg an der Tankanlage verloren

Spannend ging es am vergangenen Wochenende im Honda Civic Type-R VLN-Cup zu. Die Tabellenführer Ralph-Peter Rink, Frank „Hoppel“ Lohmann und Andreas Weiland haderten mit einem Problem, dass selbst in der Königsklasse Formel 1 von Zeit zu Zeit ins Rennen eingreift: die Tankanlage.
Im Training hatte sich das Trio ohne große Mühen den vierten Startplatz bei den Civics gesichert. Die Marschrichtung war klar – die Weiland Truppe wollte es ruhig angehen lassen und Punkte sichern. Nach dem überqueren der Startlinie waren diese Gedanken aber bereits passe. Andreas Weiland hatte das Rennfieber gepackt und er schob sich bereits in der ersten Runde an zwei Kontrahenten vorbei auf Platz zwei. Nach sieben Runden dann der Schock: Weiland blieb mit leerem Tank im Kesselchen stehen. Wie durch ein Wunder sprang der Motor nach einer Minute wieder an und der Honda Civic steuerte die Box an.
Frank Lohmann übernahm das Steuer und brachte während seines Turns das Team von Rang acht auf sechs nach vorne, ehe Ralph-Rink als letzter Fahrer zum Einsatz kam. Der Frankfurter kam nach sieben Runden planmäßig zum Service an der Box, als die Tanksäule streikte. Die Befüllung dauerte ungewöhnlich lange und die Konkurrenz machte Boden gut. Das Team entschied, Rink mit 90 Prozent Treibstoff ins Rennen zu schicken. Eine Fehlentscheidung, wie sich zeigen sollte, denn in der vorletzten Runde steuerte Rink zu einem Splash&Dash erneut die Box an. Das Fleper-Team mit Peter Venn, Norbert Bermes und Dave Allan übernahm die Führung und rettete diese mit rund 30 Sekunden ins Ziel.
„Ein Rennen mit Höhen und Tiefen“, so Andreas Weiland nach dem Rennen. „Unsere Fahrer haben eine starke Leistung gezeigt. Dass es am Ende nicht zum Sieg gereicht hat, ist nicht unsere Schuld. Die Hauptsache ist aber, dass wir unsere Tabellenführung verteidigen konnten.“