…Worte, die ein Renntag wie den diesen nur sehr unzureichend umschreiben können! So sorgte dieser Tag mit einem regen Mix aus Triumph, Glück, Pech, Schicksal wieder einmal für Furore und offene Emotionen bei unseren Gästen und Freunden des Teams EverFocus racing.
In typischer Eifel-Manier präsentierte sich der Samstag-Morgen in schlichtem Grau. Als dann jedoch in kurzer Folge Regentropfen den Boden berührten, konnten die Mitglieder unseres Teams an einem gemeinsamen Merkmal erkannt werden: Ein süffisantes Lächeln. Es gibt da eine Kombination von Zutaten, die sich zu einem äußerst erfolgreichen Genuss fügen können. Mann nehme einen bärenstarken Motor, einen Allrad-Antrieb, einen Regenfan als Fahrer, garniere das Ganze mit einem der schönsten Kleider im Feld und fertig ist der 7. Gesamtrang bei regennasser Fahrbahn. Der 1. Platz in unserer stark besetzten Klasse mit 13 Startern war da fast ein „Nebenprodukt“. In Anbetracht der „Flugzeuge“ in den ersten Startreihen, teilweise mit über 700 PS, gar nicht schlecht – oder?
Aber Eifel wäre nicht Eifel, wenn sie nicht noch einen Strich durch die Rechnung machen würde. Alles Daumendrücken half nicht. Ob jetzt das Training 5 Minuten zu lang dauerte oder der Regen 5 Minuten zu früh aufhörte überlassen wir dem Reich der Spekulationen. Doch neidlos müssen wir anerkennen, dass einige glückliche Teams doch noch den Versuch wagten, auf profillosen Slicks eine „Chaosrunde“ in den letzten 3 Minuten auf der rasch abtrocknenden Strecke zu wagen. Dies war uns nicht mehr möglich, da ein Wechsel innerhalb der Trainingszeit nicht mehr zu schaffen war. Dennoch bewies sich die gefahrene Zeit als ausreichend für einen 21.ten Startrang und immer noch Platz 3. in der Klasse.
Egal, jetzt erst recht… Direkt neben den Kontrahenten aus der Klasse stehend wurde die Einführungsrunde in Angriff genommen. Und dann kam die Runde des „Löwen“ aus Spanien. Nach einem Katapultstart tat sich vor Startfahrer André Engel eine „Röhre“ auf, die zusammen mit der perfekten Traktion des Boliden mal eben 6 gewonnene Gesamtplätze und den 2. Rang in der Klasse brachte, am Ende der Mercedes-Arena wohlgemerkt… Was dann kam, könnte man wohl als eine Runde letzte Rille ganz außen bezeichnen. Es galt, den eroberten Platz gegen die äußerst starke BMW-Fraktion zu verteidigen. Und dass die auch wissen, wo das Gaspedal sitzt, müssen wir wohl nicht diskutieren. Und wie Rillen nun einmal sind, bergen sie gewisse Gefahren. Ist ein Kurs erstmal eingeschlagen, lässt sich das der Fliehkraft ausgesetzte Renngerät nur noch minimal korrigieren. In Zusammenhang mit einer schönen breiten „Wie bekomme ich 123 Liter in einen 120 L Tank“-Benzinspur in der Hatzenbach endet so etwas schon mal in einen Dreher.
Nun ja, was da im 4. Gang bei etwa 160 so passieren kann, wollten wir in Anwesenheit von Thomas dann doch nicht diskutieren. Auf der Strecke blieben: Eine ATS-Felge und der 2. Platz in der Klasse. Genauer gesagt ca. 100 Plätze. Was ein Fahrer in diesem Moment empfindet, möchte André dann doch nicht schriftlich niederlegen, da sich hoffentlich auch Minderjährige auf unseren Seiten tummeln.
Sollen unsere Partner denken, wir hätten das nicht drauf? Unsere Gäste der Firma Brightpoint auf ein Team ganz „hinten“ setzen? Ein Rennlöwe in Nirvana sein – NEIN! 12 Runden später waren 100 Gesamtplätze gewonnen und der 17. Gesamtrang erreicht. Was den Wasserhaushalt in Andre´s Körper betrifft, war eine Seelenverwandtschaft zu einer Rosine nicht zu verleugnen. Hitziges Temperament ist da wohl die beste Umschreibung. Sollen die Jungs und Mädels von MTM mal nicht nur so gekonnt über heiße Motoren sondern coole Turbo-Klimaanlagen nachdenken ;-)))
Als sich Chris in den schnellsten Grill der Welt setzte, war dieser sozusagen schon gut „angewärmt“. Trotzdem, das Handicap der ersten Runde wiegte zu schwer, mehr als ein 5. Rang in der Klasse war nicht drin, zumal die Vorderräder durch den Dreher Bremsplatten bekamen und sich diese im Laufe der Distanz zu handfesten Vibrationen führten. Die Gefahr eines Reifenplatzers stieg mit jeder Runde. So waren wir letztendlich froh, erneut die Zielflagge zu sehen. An dieser Stelle ein Hut ab vor unserem Technik Team um Thomas und Mikel. Die haben die Königin bravourös wieder in den Griff bekommen.
P.S.: Natürlich seid Ihr beide dem „Saft aus dem Herzen der Natur“ nicht zugetan, aber Ihr habt ihn Euch redlich verdient!












