Doppelsieg für Volvo in der SP4

Das Volvo Team Mühlner Motorsport hat am Samstag ein denkwürdiges Ergebnis erzielt. Die beiden Volvo S60 belegten beim siebten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft nicht nur die Plätze eins und zwei – Pilot Ulli Andree schaffte dabei das Kunststück, in einem Rennen gleichzeitig Erster und Zweiter zu werden. Der kuriose Doppelsieg des 37-jährigen Familienvaters aus Köln wurde aus der Not heraus geboren, denn Teamchef Bernhard Mühlner sucht immer noch nach einem vierten Piloten für einen der beiden Volvo S60. Weil Mühlner trotz des Piloten-Engpasses beide Fünfzylinder an den Start bringen wollte, setzte er Andree kurzerhand in beiden Autos ein.
Im durch wechselnde Wetterverhältnisse gekennzeichneten Qualifying platzierte Andree sein Stammauto mit der Nummer 145 auf Rang zwei der SP4 für Specials bis 2,5 Liter Hubraum, während es auf noch nassem Geläuf mit der 144 nur für Position fünf reichte.
Der doppelte Andree fuhr zunächst den Start im Volvo S60 Nr. 144 – jenem Modell, das nicht mit ABS ausgerüstet ist, sich sonst aber nicht vom Schwesterauto unterscheidet. Damit ging der Kölner bereits in der zweiten Kurve an zwei BMW M3 vorbei auf Platz drei hinter den führenden Hohenester-Audi TT Turbo und den Volvo von Partner Andreas Middendorf. Als der bärenstarke Turbo-TT bereits in Runde fünf durch ein Mißverständnis beim Überrunden im Brünnchen strandete, übernahmen die beiden Volvo S60 die Plätze eins und zwei. Nach zehn Runden enterte Heinz-Josef Bermes den Volvo Nr. 144 von Andree, der nach weiteren sechs Umläufen die 145 vom führendern Andy Middendorf übernahm.
Der Kölner fuhr daraufhin einen problemlosen Schlussturn und brachte den Sieg sicher nach Hause. Nach der Zieldurchfahrt freute sich der Doppelsieger: „Man hofft so was natürlich immer, aber nun bin ich doch relativ sprachlos. Vor dem Rennen habe ich halb im Scherz zu Andy gesagt: ‚Heute gewinnen wir‘. Dass dann beide Autos, auf denen ich gemeldet war, auf den Plätzen eins und zwei landen, ist natürlich traumhaft.“ Juppy Bermes stellte mit dem zweiten Volvo S60 nämlich souverän Rang zwei sicher. „Juppy hat annähernd die gleichen Zeiten gefahren wie das Schwesterauto“, lobte denn auch Teamchef Mühlner den 13-fachen Klassensieger des 24-Stunden-Rennens.