Nach Platz zwei im ersten Lauf sowie den Rängen eins und drei im zweiten Rennen herrschte im Team von Mühlner Motorsport Zuversicht für den dritten Heat am 12. April. Der positive Eindruck, den die schnellen Volvo S60 aus Francorchamps beim Saisonauftakt hinterließen, wurde im morgendlichen Qualifying auch prompt bestätigt, als Ulli Andree seinen Volvo in 9.29 min. auf die Klassenpole der SP4 für Specials bis 2,5 Liter Hubraum stellte und erstmals die 9.30 min.-Schallmauer durchbrach. „Es wäre deutlich schneller gegangen, denn ich bin im Verkehr einige Male ziemlich aufgehalten worden“, konstatierte der Pole-Sitter hinterher. Dabei möchte ich aber ausdrücklich hervorheben, dass einer unserer stärksten Wettbewerber, Hans-Hatto Karl im BMW M3, mir vor Aremberg sehr fair Platz gemacht hat, als ich auf meiner schnellen Runde war – super Aktion und danke dafür!.“
Andrees Partner Andy Middendorf fuhr den Startturn und liess Karls Partner Rainer Wehner im M3 zunächst den Vortritt. „Rainer ist in der Startphase sehr konsequent, das Risiko wollte ich nicht eingehen und liess zu Beginn etwas mehr Vorsicht walten.“ In der zweiten Runde ging auch der leistungsmässig überlegene Audi TT Turbo von Peter Bauer an Middendorf vorbei. Der Hohenester-Audi schnappte sich bald auch Spitzenreiter Wehner. „Ich konnte dagegen die Lücke zum BMW bis zur dritten Runde wieder zu fahren – da bahnte sich wohl ein Problem an,“ rekapitulierte Middendorf.
Kaum hatte Rainer Wehner den A.V.P.-M3 in der vierten Runde an der Box abgestellt, rollte aber auch der Grevenbroicher Architekt im sicher auf Platz zwei liegenden Volvo S60 mit einem Defekt an der Servolenkung in die Boxengasse. Auch ein Tausch der elektrischen Pumpe brachte keine Besserung, so dass der schnelle Schwede zurückgezogen wurde. Teamchef Bernhard Mühlner forderte von sich selbst: „Bis zum nächsten Rennen muss eine grundsätzlich andere Lösung gefunden werden – und die wird auch gefunden.“
Der Trainingsschnellste der SP4, Ulli Andree, bedauerte zwar, „dass ich wegen des Problems im Rennen gar nicht zum Fahren gekommen bin. Aber nach einem Sieg und einem zweiten Platz bei den ersten beiden Läufen haben wir im Training erneut unser Potenzial unter Beweis gestellt – zumal ja auch Andy richtig schnell unterwegs war, aber Pech beim Überholen an den Schlüsselstellen hatte. So ist das halt auf der Nordschleife und es kann jeden treffen. Zudem war das hier unser erster technisch bedingter Ausfall seit dem 24h-Rennen im Juni 2002. Jetzt haben wir uns halt eines von den zwei Streichresultaten eingehandelt. Aber wir werden das Problem lösen und beim nächsten Rennen gestärkt wieder antreten.“












