OPC-Cup: Entscheidung auf den letzten Kilometern

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Der sechste Lauf zum OPC Cup im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft hatte es in sich: Nach rundenlangen Duellen im Abstand von wenigen Sekunden wurde der Tagessieg im beliebten Opel-Markenpokal erst in der Schlussphase des Rennens entschieden. Das glücklichere Händchen hatten an diesem sonnigen Samstag die Routiniers und Tabellenführer. Der vom Team Ti-Tarvike Racing eingesetzte GTC OPC mit Jürgen und Heinz-Otto Fritzsche sowie Hannu Luostarinen wurde nach vier Stunden Renndistanz als siegreiches Fahrzeug abgewinkt. Jari Nuoramo, Juha Hannonen und Daniel Bohr sahen mit nur 6,2 Sekunden Rückstand auf Platz zwei das schwarz-weiß karierte Tuch. Das Podium komplettierten Moritz Oestreich und Robin Strycek.

Lange Zeit hatte es nicht nach einem Sieg für die Altmeister ausgesehen: In der Anfangsphase des Rennens rangierte der Cup-Renner mit der Startnummer 353 im Mittelfeld der Meute und verlor viel Zeit durch Positionskämpfe, während sich das Führungsduo mit Willy Hüppi und Alexander Schula im Boliden mit der 339 sowie die Youngster Strycek/Oestreich in der Nummer 362 an der Spitze absetzen konnten. Im Abstand von weniger als zwei Sekunden umrundeten die beiden GTC OPC das anspruchsvolle Asphaltband der Nürburgring-Nordschleife. Die Verfolger verloren zunächst den Anschluss. „Uns war klar, dass es nicht leicht werden würde“, sagte Heinz-Otto Fritzsche nach dem Rennen. „Der Schlüssel zum Erfolg war heute unsere Taktik: Für den letzten Turn hatten wir noch einen frischen Satz Reifen, und damit konnten wir voll auf Angriff fahren.“ Dieser Angriffe erwehren musste sich in den letzten Rennrunden Daniel Bohr, der den ersten Saisonsieg bis zur 22. Runde vor Augen hatte, sich dann aber Schlussfahrer Jürgen Fritzsche beugen musste. „Wir waren dieses Mal wirklich nah dran“, ärgerte sich der Luxemburger Bohr. „Mein Reifensatz hatte schon zu sehr abgebaut, ich konnte nicht mehr richtig pushen und musste Jürgen ziehen lassen.“

Ein einziges Auf und Ab ist der diesjährige Saisonverlauf für Moritz Oestreich und Robin Strycek. Platz drei beim vierten Saisonrennen folgte ein Ausfall in Lauf fünf. Und obwohl die beiden Youngster als Dritte die Zielflagge zu sehen bekamen, waren sie alles andere als glücklich: „Zu Rennbeginn lief es wirklich gut für uns“, berichtete Oestreich. „Ich habe unser Auto auf Platz zwei übergeben, und auch bei Robin sah es vielversprechend aus.“ Kurzzeitig konnte Strycek sogar die Spitze übernehmen, bis ihn ein technisches Problem einbremste: „Ohne ersichtlichen Grund hat der Motor plötzlich kein Gas mehr angenommen und ist ins Notlauf-Programm gesprungen. Nachdem ich den Motor ausgemacht und wieder gestartet habe, lief er wieder. Das hat uns wertvolle Zeit gekostet.“ Zeit, die am Ende vielleicht zum ersten Triumph fehlte, denn der Rückstand auf die Sieger betrug am Ende 44,6 Sekunden. Nach ihrem großen Erfolg beim fünften Lauf zum OPC Cup verpassten Willy Hüppi und Alexander Schula dieses Mal das Podium knapp und wurden Vierte.

Der dritte Saisonsieg war für Heinz-Otto Fritzsche gleichzeitig der 80. Klassensieg in der VLN. Damit fehlen dem Routinier, der mit fünf Meistertiteln zu den erfolgreichsten Piloten in der Langstreckenmeisterschaft gehört, nur noch zwei Klassensiege, um diese Wertung anzuführen. „So lange ich noch Rennen fahre, ist mir die Statistik egal“, sagt er, fügt aber mit einem Schmunzeln hinzu: „Aber wenn ich den Helm an den berühmten Nagel hänge, dann will ich schon gerne vorne stehen.“

Mit ihrem dritten Saisonerfolg bauten Fritzsche/Fritzsche/Luostarinen ihre Führung in der Cup-Tabelle aus und liegen mit 126 Punkten auf Rang eins. Exakt 100 Punkte haben Hüppi/Schula/Gerling. Auf Platz drei verbessert haben sich Nuoramo/Hannonen/Bohr, die jetzt 97 Punkte auf dem Konto haben.

Der Saison-Höhepunkt im Opel OPC Cup findet am 5. September statt: Mit dem Opel 6h ADAC Ruhr-Pokal-Rennen stehen nicht nur zwei Stunden mehr Rennaction als üblich auf dem Programm – auch das Rahmenprogramm bei diesem siebten VLN-Lauf wird ganz im Zeichen der Marke mit dem Blitz stehen.