Drei Wochen vor dem ADAC-Zurich-24-Stunden auf dem Nürburgring war das 40. DMV 4-Stunden-Rennen nochmals eine wichtige Standortbestimmung. Manthey-Racing trat dazu mit vier Porsche 911 GT3 unterschiedlichster Bauarten und Konfigurationen an.
Der beim 24-Stunden-Qualifikationsrennen noch zweitplatzierte Manthey-Porsche 911 GT3 Cup-MR war diesmal allerdings mit einem veränderten Fahrer-Lineup besetzt. Anstelle des Porsche-Juniors Sven Müller kam ein anderer Zögling aus dem Zuffenhausener Nachwuchskader zum Zuge: Der mit australischer Lizenz startende Däne Michael Christensen. Christoph Breuer und der erst 18-jährige Italiener Matteo Cairoli verblieben jedoch im grün-weißen Porsche. Das neu formierte Trio erlebte einen wechselvollen Renntag in der Eifel. Cairoli kam zweimal von der Strecke ab, was zu Beschädigungen im Bereich des Vorderwagens führte. Obendrein verhängte die Rennleitung im Verlauf der Vier-Stunden-Distanz eine Stop-and-Go-Strafe. All das summierte sich, so dass der vorne links mit Klebeband retuschierte Porsche an 17. Gesamtposition ins Ziel kam. In der hart umkämpften SP7-Kategorie bedeutete dies aber immerhin den zweiten Klassenrang.
Das rot-weiße SP7-Schwesterfahrzeug aus dem Hause Manthey-Racing, diesmal mit \“Dieter Schmidtmann\“, dem Wahl-Neuseeländer Peter Scharmach und Andreas Ziegler am Volant, kam an 23. Gesamtposition ins Ziel.
Während die Spitzengruppe 26 Runden zurücklegte, mussten Otto Klohs und Harald Schlotter ihren rot-weißen Manthey-Porsche 911 GT3 R nach elf Umläufen vorzeitig abstellen. Die Ursache: eine aktivierte Warnanzeige im bordeigenen Diagnose-System. \“Wir hatten ohnehin geplant, wesentliche Komponenten im Hinblick auf die 24 Stunden auszutauschen\“, rang Otto Klohs dem Ereignis eine positive Seite ab. Der Ludwigshafener wird beim Saisonhöhepunkt der Langstrecken-Szene auf dem Nürburgring mit Harald Schlotter sowie mit Jens Richter und Robert Renauer antreten.
Über die volle Distanz ging dagegen der Wochenspiegel-Porsche, einer von insgesamt neun weltweit existierenden 911 GT3 RSR der Spezifikation 2012. Nach dem Rückzug des langjährigen Stammfahrers Michael Jacobs erhielten die Freunde Georg Weiss, Oliver Kainz und Jochen Krumbach Unterstützung durch den Österreicher Richard Lietz. Vom sechsten Trainingsrang ging das routinierte Fahrerquartett zwar zuversichtlich ins Rennen, Oliver Kainz kam jedoch bereits nach zwei Runden an die Box, um die anfänglich verwendeten Regenreifen gegen Slicks zu tauschen, und aufgrund zu hoher Geschwindigkeit in der Boxengasse musste er gleich noch einmal zur Stop-and-Go-Strafe antreten. Im Anschluss erfolgte eine zweite Penalty, diesmal als Zeitstrafe in Höhe von 35 Sekunden ausgesprochen. Den entstandenen Zeitverlust glich das Austro-Eifeler Team im Verlauf der vier Stunden weitgehend aus. Schlussendlich blieben sie in einer Runde mit den Gesamtsiegern, mussten ihre sechste Position aufgrund der beschriebenen Zeitstrafe indes an einen der Marc-VDS-BMW abtreten und wurden als siebte gewertet.
Jochen Krumbach kommentierte stellvertretend: \“Für mich geht das Ergebnis in Ordnung. Ich hatte als Schlussfahrer im Regen ein schönes Fernduell mit einem der Marc-VDS-BMW. In einer einzigen Runde ist es mir gelungen, 18 Sekunden auf ihn herauszufahren. In der nächsten Runde hat er freilich gekontert, aber das war heute mein persönliches Highlight!\“













