Frustrierender Ausgang für das Frikadelli-Racing Team

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Mit vier Fahrzeugen reiste das Frikadelli-Racing Team an die Nordschleife, um beim zweiten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft die große Generalprobe für das anstehende 24h Rennen zu meistern. Doch zu Schwierigkeiten durch wechselnde Wetterbedingungen gesellten sich technische Probleme.

Bereits der Wetterbericht verhieß nichts Gutes, denn wenn Petrus seine Schleusen in der Eifel öffnet, stellen sich die Fahrer und Teams auf knifflige Streckenbedingungen und knallharte Reifenpoker ein. Dazu gab es selbst zu diesem Rennen wieder eine kleine Premiere bei den Frikadellis. Am Steuer des Porsche 911 GT3 R war für dieses Rennen neben Sabine Schmitz, Klaus Abbelen und Patrick Huisman der Porsche Werkspilot Jörg Bergmeister vorgesehen. In der Klasse SP7 ging Frank Kräling mit seinem Porsche 911 GT America an den Start, begleitet von Marc Gindorf und Porsche Junior Connor de Philippi. Nordschleifenroutinier Arno Klasen unterstützte John Shoffner und Janine Hill auf ihrem Porsche Cayman S, welche als Doppelstarter auch auf einem Renault Clio Cup genannt waren.

Die schwierigen Wetterbedingungen forderten bereits im Qualifikationstraining volle Aufmerksamkeit. Obwohl Werkspilot Jörg Bergmeister keine ideale Runde erwischte, stellte er sein Fahrzeug auf den fünften Startplatz. Der Lange aus Langen sollte später auch den Start in Angriff nehmen. Noch besser machte es Connor de Philippi und sicherte für den GT America sogar den vierten Startplatz. Damit waren für die beiden leistungsstärksten Porsche im Frikadelli-Team alle Möglichkeiten offen.

Für die schnelle Frikadelle war das Rennen allerdings schon gelaufen, bevor es richtig losging. Auf der Start-Ziel-Geraden sorgte ein Antriebswellenschaden für einen langen Aufenthalt in der Box und obwohl das Fahrzeug das Rennen mit extremen Rückstand wieder aufnahm, sorgte die andere Antriebswelle für das endgültige Aus. Somit lag es bei Frank Kräling und seinen Kollegen, die Kastanien aus dem Feuer zu holen. Ein Reifendefekt sorgte zwischenzeitlich zwar für einen Rückschlag, doch eine perfekte Wechselstrategie während der Mischbedingungen und extrem schnelle Rundenzeiten von Marc Gindorf und Connor spülten den Boliden wieder weit nach vorne und an die Spitze der stark besetzten SP7 Klasse. Bei einem perfekten letzten Stopp kletterte Kräling selbst ins Cockpit und lieferte sich mit seinem härtesten Verfolger ein Windschattenduell, welches bis ins Ziel andauerte. Obwohl er hier eine knappe Fahrzeuglänge Vorsprung hatte, musste der erste Rang im nachhinein aufgrund eines Regelverstoßes abgetreten werden.

Für den Porsche Cayman und den Renault Clio hingegen verlief das Rennen besser. Trotz der widrigen Umstände und den teilweise fehlenden Erfahrungen gelang beiden Fahrzeugen die Zielankunft mit wertvollen Punkten für die VLN Meisterschaft und wichtigen Erkenntnissen für das 24h Rennen.