Regen-Roulette beim zweiten Lauf zum Astra OPC Cup

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Schwierige Entscheidungen hatten die Teamchefs im Opel Astra OPC Cup bei zweiten Lauf im Rahmen der VLN Langstreckenmeisterschaft zu treffen: Wechselhafte Wetterbedingungen machten das 40. DMV 4-Stunden-Rennen zu einem echten Reifen-Poker. Die besten Karten hatten am Ende die amtierenden Meister Jürgen und Heinz-Otto Fritzsche, die sich den Cup-Astra in dieser Saison mit dem Finnen Hanno Luostarinen teilen. Nach vier Stunden Renndistanz überquerte Jürgen Fritzsche im Cup-Astra mit der Startnummer 353 auf Platz eins die Ziellinie und sicherte seinem Team Ti-Tarvike-Racing den ersten Sieg in dem beliebten Opel-Markenpokal. „Man muss sich über Siege freuen, wie sie kommen“, sagte Otto Fritzsche bei der Siegerehrung. „Alle wollen uns schlagen, und die Konkurrenz ist schnell unterwegs.“ Mario Merten, Jürgen Nett und Marc Legel fuhren hinter den Siegern auf Rang zwei ins Ziel. Das Podium komplettierten Alexander Schula und Willi Hüppi, die das Rennen lange Zeit angeführt hatten, zwischenzeitlich aber auf Platz vier zurückgefallen waren.

Bereits in der Startaufstellung für den zweiten Lauf waren die Strategen der Teams gefragt: Welche Reifenwahl ist die beste? Regenreifen? Semi-Slicks? Slicks? Die späteren Sieger entschieden sich zunächst für Regenreifen. Doch bereits in der Einführungsrunde erkannte Heinz-Otto Fritzsche die Falschheit dieser Wahl und steuerte direkt die Boxengasse zum Reifenwechsel an. Währenddessen enteilte an der Spitze Alexander Schula im Cup-Astra mit der Startnummer 339 und fuhr einen deutlichen Vorsprung heraus. „Beim zweiten Stint haben wir gedacht, das Wetter würde halten, und haben an den geschnittenen Slicks festgehalten“, erläutert Schulas Teamkollege Hüppi. Doch es begann zu regnen, das Duo fiel vorerst auf Rang vier zurück, profitierte am Ende aber vom Rennpech anderer und erbte den dritten Rang.

Mit Routine und Erfahrung fuhren die späteren Sieger an die Spitze, machten bei der weiteren Reifenwahl alles richtig und fuhren ungefährdet zum ersten Platz. „Unsere Erfahrung hat uns bei den Bedingungen sicher geholfen“, gab Heinz-Otto Fritzsche im Ziel zu. „Und ein bisschen Glück gehört auch dazu. Wir müssen noch achtmal gewinnen, dann sind wir zufrieden“, lautet das bescheidene Ziel des Trios für die verbleibenden Rennen.

Zufrieden mit dem Endergebnis waren auch Mario Merten, 2013 Meister im Opel Astra OPC Cup, und Jürgen Nett. Im Cup-Renner mit der Startnummer 350 fuhren sie auf Platz zwei. Dabei verlor der Astra von Bonk Motorsport bei einer Extrarunde über den Grand-Prix-Kurs viel Zeit, als Marc Legel die Einfahrt zur Boxengasse verpasste. Den Zeitverlust konnten die drei auf der Strecke wieder wettmachen. „Zwischendurch sah es mal nicht so gut aus, aber am Ende hat alles gut gepasst“, resümierte Jürgen Nett. „Uns fehlten heute einfach die Wetterspione, die Reifenwahl beim Start war nicht so glücklich.“

Viel Pech beim zweiten Lauf hatten Robin Strycek und Moritz Oestreich. Die Söhne der ehemaligen DTM-Piloten Volker Strycek und Markus Oestreich holten sich mit der Bestzeit im Zeittraining und der schnellsten Runde im Rennen zwei Zusatzpunkte für die Meisterschaft. Im Rennen lagen Strycek und Oestreich lange auf einem aussichtsreichen zweiten Platz – kurz vor Rennende aber rollte Oestreich mit Spritmangel aus. „Das ist natürlich der Worst Case“, ärgerte sich Strycek. „Moritz war heute unfassbar schnell, und wir sind ein klasse Rennen gefahren. Dass die Leistung am Ende nicht belohnt wurde, ist natürlich ärgerlich. Aber das gehört leider auch dazu.“ Einziger Trost für Robin Strycek: Gemeinsam mit Papa Volker gewann er die Klasse VT2 – natürlich auf einem Opel.

Der nächste Lauf zum Opel Astra OPC Cup findet erst in knapp zwei Monaten statt. Beim 57. ADAC ACAS H&R-Cup am 20. Juni 2015 geht es für die Opel-Teams über die gewohnte Renndistanz von vier Stunden. Für einige Cup-Teilnehmer steht allerdings schon in weniger als drei Wochen der Langstreckenklassiker auf der Nordschleife, das ADAC Zurich 24h-Rennen Nürburgring, auf dem Programm.