Nachdem der 8. Lauf zur Langstreckenmeisterschaft am Nürburgring (VLN) dem Nebel zum Opfer fiel und abgesagt wurde, blickte das Rheingauer Team Car Collection Motorsport am vergangenen Samstagmorgen bang gen Himmel: Wie bei der zurückliegenden Veranstaltung vor drei Wochen lag dichter Nebel über der Eifel, das Zeittraining wurde zunächst nicht aufgenommen. Nach rund 50 Minuten zeigte die Boxenampel dann endlich grünes Licht und 210 gemeldete Fahrzeuge teilten sich Grand-Prix-Kurs und Nordschleife auf der Jagd nach schnellen Rundenzeiten.
Weil der Mercedes SLS AMG GT3 ‚Höllenfüchschen‘ noch nicht wieder fahrbereit war, kam das beim diesjährigen katalanischen 24-Stunden-Rennen erstmalig eingesetzte Zwillingsfahrzeug zum Einsatz. Das Cockpit teilten sich diesmal Johannes Siegler (Lohr am Main), Patrik Kaiser (Liechtenstein) und Teamchef Peter Schmidt (Eltville). Schmidt selbst platzierte seinen neuen Stern bei dessen Nordschleifen-Debüt mit einer Zeit von 8 Minuten und 32 Sekunden auf zufriedenstellender 28. Position, überließ jedoch Siegler die Ehre des Startturns. Durch die Trainingsverzögerung wurde das ROWE-DMV-250-Meilen-Rennen um 13 Uhr aufgenommen, eine Stunde später als normalerweise.
Das Glück war dem AMG-Boliden und seinem Fahrer nicht hold: Auf einen Schreck kurz nach 14 Uhr – eine Berührung mit einem anderen Teilnehmer – folgte eine Viertelstunde später das Aus. Ursache war allerdings nicht der vorherige Kontakt, sondern ein Problem mit dem Funk: „Siegler hat das Auto hervorragend auf den zwölften Platz vorgefahren, der SLS ist problemlos gelaufen – nur der Funk leider nicht!“ sagt Peter Schmidt und erläutert weiter: „Das neue Fahrzeug erwies sich als etwas durstiger als unser ‚Höllenfüchschen‘, die Anweisung, eine Runde früher zum Tanken zu kommen kam nicht durch, und so blieb der SLS in der Hohenrain-Schikane ohne Benzin liegen. Wir mussten an der Strecke nachtanken, was natürlich nicht regelkonform ist, so dass uns die Rennleitung anschließend um Aufgabe bat. Schade, aber nicht mehr zu ändern.“
Die beiden eingesetzten Porsche 997 GT3 Cup wurden diesmal pilotiert von Klaus Koch (Erbach), Michael Heimrich (Oberursel) und ‚Don Stephano‘ (Mayen) sowie dem Vater-Sohn-Gespann Wolfgang und Sebastian Kemper (Menden/Ingolstadt) und Ingo Vogler (Schalksmühle). Beide Fahrzeuge gingen von der 21. Startreihe aus ins Rennen und kamen problemlos auf den Gesamträngen 23 und 36 – Platz 6 bzw. 9 der Klasse SP7 – ins Ziel. Stammfahrer ‚Don Stephano‘ vom Porsche Zentrum Aschaffenburg zeigt sich nach Zieleinlauf mit dem sechsten Platz zufrieden: „Unser Auto lief hervorragend, war super eingestellt, eine tolle Teamleistung!“













