„Wir meinen und nehmen es ernst“, so Guido Kramer, der zusammen mit Stefan Gerlach das Team leitet. „Es geht nur miteinander, nicht gegeneinander. Deshalb wollen wir als Team die Arbeit der Sportwarte verstehen und andersrum genauso.“ Im Frühjahr 2014 ergab sich für Guido Kramer und Melanie Teige vom Team WikiSpeed die Möglichkeit, zusammen mit der deutschen Streckensicherung an einem Sportwartelehrgang teilzunehmen und somit die Lizenz zu erhalten, Dienst an der Strecke machen zu dürfen. Der Vorstand der deutschen Streckensicherung, vertreten durch Michael Sadrinna und Wolfgang Meißner, lud die beiden zu einem Seminar ein.
Beim 24h-Rennen 2014 konnte dann das Team erstmalig die Sportwarte bei ihrem Einsatz unterstützen und dabei lernen wie schwierig und verantwortungsvoll doch die Arbeit an der Leitplanke ist. „Die Nacht kam noch erschwerend dazu“, so Kramer „es war spannend, beeindruckend und der Druck war enorm. Als Neulinge waren wir nie allein und konnten uns auf die Hilfe und Unterstützung der erfahrenen Sportwarte immer verlassen.“
Beim 6h Rennen waren es nun zwei Sportwarte die das Team unterstützten und die Arbeit in der Box kennenlernten. Nadine Meißner und Stefan Lülsdorf wollten das Geschehen in der Box und rund um das Team verstehen. „Ich durfte am Donnerstag den LKW mit dem Rennwagen zum Ring fahren, beim Aufbau und einräumen helfen. Das allein hat schon riesig Spaß gemacht und forderte mich auf völlig neue Weise. Am Freitag hatte das Team ein technisches Problem mit der Bremse und ich konnte mich ins Team integrieren und zur Lösung des Problems beitragen. Ich wollte unbedingt das der BMW Z4 fahren kann. Die ganze Arbeit im Vorfeld sollte doch nicht umsonst gewesen sein“, so Lülsdorf.
„Ich war leicht nervös weil ich auch nichts falsch machen wollte aber das ganze Team hat mich grandios aufgenommen und mich nicht allein gelassen. Das war richtig geil“, strahlte Stefan über beide Ohren als das Problem erkannt und behoben werden konnte.
Nadine Meißner hingegen war schon einmal als Gast bei einem der Rennen und konnte schon mal zuschauen. Dieses mal wurde sie aber in der Zeitnahme zusammen mit Melanie eingesetzt. „Wenn die Autos nur Zentimeterweise an der Boxenmauer entlangrasen, bebte es förmlich im ganzen Boxenstand. Auf unserem Posten stehen wir meistens hinter der Leitplanke und es ist noch die Auslaufzone zwischen den Autos und uns. Aber das hier war schon heftig“, erzählte Nadine. „Unglaublich auch was ein so kleines Team auf die Beine stellen muss um überhaupt fahren zu können und wie es auf Hilfe angewiesen sein kann. Das sieht man auf der Strecke nicht. Entweder es fährt das Auto oder nicht. Die Hintergründe erfahren wir an der Strecke meistens nicht“, so Meißner weiter.
Aus dieser Zusammenarbeit zwischen Team und Streckensicherung ist mittlerweile eine Freundschaft entstanden auf die alle mit Recht stolz sein können. Es ist eben ein Geben und Nehmen auf beiden Seiten. Wir wollen mit dieser Arbeit weitermachen und hoffen auf viele Nachahmer und neue Ideen von anderen Teams und Sportwarten. Wir haben immer ein offenes Ohr denn wir wollen den Sport weiter ausführen weil es unser Hobby ist. Und ein Hobby sollte immer Spaß bereiten und kein Ärger hervorbringen.
Verständnis, Respekt und Einblicke für und in die Arbeit aller Beteiligten sind ganz wichtige Bestandteile die man erarbeiten muss. Sie stehen in keinem Buch.













