BMW Junioren absolvieren fehlerfreies VLN-Rennen

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Das fünfte VLN-Rennen der Saison war auch der erste Prüfstein für die BMW Motorsport Junioren. Zwei der vier Kandidaten bekamen diesmal die Chance, sich im BMW M235i Racing auf der Nordschleife zu beweisen. Jesse Krohn (FI) und Jake Hughes (GB) zeigten trotz schwieriger Bedingungen – während des gesamten Rennens regnete es immer wieder leicht, was zu einer rutschigen, aber nie komplett nassen Strecke führte – fehlerfreie Leistungen und brachten das Fahrzeug ohne Probleme auf Platz 58 ins Ziel. Auch die Rundenzeiten beider Piloten waren vielversprechend. „Ich bin sehr stolz auf die Jungs“, sagte Instruktor Dirk Adorf (DE). „Wir hatten für das Wochenende zwei große Ziele: Das Auto heil ins Ziel bringen und keine Strafen für Regelverstöße kassieren. Beides hat perfekt funktioniert – und das trotz dieser extrem schwierigen Bedingungen.“

Drei Fragen an… Jake Hughes.

Jake, Du hast gerade Dein erstes Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife hinter Dir. Wie war’s?
In einem Wort: verrückt! Das war eine völlig neue Erfahrung für mich. Aber ich habe sie sehr genossen. Im Formelsport waren wir immer auf ungefähr gleich schnellen Fahrzeugen unterwegs und haben gegeneinander gekämpft. Hier war ich mit einem vergleichsweise langsamen Fahrzeug am Start und musste meine Blick zu 80 Prozent in den Rückspiegel richten und nur zu 20 Prozent nach vorne.

Wie hat Dir die Nordschleife gefallen?
Alle, die sagen, dass dies die beste Rennstrecke der Welt ist, haben Recht. Ich kann mir keine bessere vorstellen. Die Nordschleife stellt sowohl deine fahrerische als auch deine mentale Stärke auf die Probe. Du bist mehrmals auf einer Runde mit allen vier Rädern in der Luft. Du kämpfst mit Unter- und Übersteuern. Dieser Kurs bietet den permanenten Nervenkitzel, den wir Rennfahrer so sehr lieben.

Wie beurteilst Du das BMW Motorsport Junior Programm bisher?
Es ist beeindruckend. Ich habe schon jetzt sehr viel mehr gelernt, als ich erwartet hatte. Meine Lernkurve geht senkrecht nach oben. Einen Tourenwagen zu fahren, ist für mich völlig neu. Ich muss mich an das höhere Gewicht gewöhnen, ich muss früher bremsen – und ich muss mich dabei noch auf einer völlig neuen Strecke zurechtfinden. Es gibt in extrem kurzer Zeit extrem viel zu lernen. Dirk Adorf und die BMW Ingenieure sind mir dabei eine unglaublich große Hilfe. Generell können wir BMW Junioren uns glücklich schätzen, dass es einen Hersteller wie BMW gibt, der jungen Fahrern eine Chance bietet, ohne dass diese viel Geld dafür bezahlen müssen. Das findet man nicht oft, deshalb bin ich umso dankbarer für diese Möglichkeit. Ich hoffe, schon beim nächsten Rennen auf der Nordschleife das diesmal Gelernte umsetzen und mich weiter steigern zu können.