Bei der 45. Adenauer ADAC Simfy Trophy, dem vierten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft 2014, gelang es uns den seit 14 Jahren bestehenden VLN-Rekord von 13 aufeinanderfolgenden Klassensiegen einzustellen. Dieser tolle Erfolg macht uns sehr stolz und ist das Ergebnis einer fantastischen Teamleistung und dem immer benötigten Quäntchen Glück in den zurückliegenden 13 Rennen aus den Jahren 2013 und 2014.
Das Qualifying am Samstagmorgen war anfänglich nicht das, was wir uns erhofft hatten. Viel Verkehr auf der Strecke und die anschließende Unterbrechung aufgrund von Bergungsarbeiten auf der Nordschleife sorgten dafür, dass wir keine ordentliche Rundenzeit umsetzten konnten. Nachdem das Zeittraining wieder aufgenommen wurde gelang es uns ein gutes Fenster zu erwischen und Stefan Kniesburges sicherte uns mit einer Zeit von 9:39.340 Minuten die Pole in der Klasse VT2.
Diesmal war es Kniesburges, der den Start im GETRAG Focus ST fuhr. Der fliegende Start verlief problemlos und wir konnten die Pole-Position erfolgreich halten. Im weiteren Rennverlauf wurde jedoch der Abstand zum dahinterliegenden Audi TTS von Runde zu Runde geringer. In der fünften Rennrunde gelang es dem Audi-Piloten in einer für uns unglücklichen Gelbphase im Bereich Metzgesfeld am GETRAG Focus vorbeizuziehen. Während Kniesburges bereits mit Tempo 60 unterwegs war, wurde die Gelbphase aufgehoben, sodass der knapp dahinter liegende Audi seinen Geschwindigkeitsüberschuss nutzen konnte um uns zu passieren.
Anschließend holten wir den Boliden zum ersten planmäßigen Boxenstopp rein um zu Tanken. Alles lief nach Plan und die Bedingungen auf der Strecke waren deutlich besser als zuvor, da wir nach dem Stopp mehrere Runden nahezu freie Fahrt hatten. Kniesburges machte richtig Druck und übergab das Volant nach 12 Rennrunden mit gut einer Minute Vorsprung an Karsten Quadder, der nach einem kurzen Service mit vollem Tank und frischen Gummis wieder auf die Strecke ging.
Doch dann eine Schrecksekunde am Ende der Rennrunde 13 im Abschnitt Hohenrain-Schikane. „Ich bin abgeschossen worden“ lautete der Funkspruch von Quadder der von einem GT3-Boliden von seiner Linie gedrängt wurde. Für einen kurzen Moment war der Traum vom 13. Klassensieg in Folge dahin. Das Lenkrad stand schief und der GETRAG Focus ST untersteuerte deutlich. Quadder kam mit den „neuen Eigenschaften“ aber soweit zurecht, sodass wir die Fahrt und somit die Jagd auf einen weiteren Klassensieg fortsetzten, ohne einen unplanmäßigen Boxenstopp einzulegen. Ein Blick auf die Verfolger untermauerte diese Entscheidung, denn Quadder konnte den Vorsprung auf den Audi trotz der unglücklichen Umstände weiter ausbauen.
Nach etwas mehr als drei Stunden musste das Rennen aufgrund eines Unfalls auf der „Döttinger Höhe“ unterbrochen und letztendlich abgebrochen werden. Zu dieser Zeit lagen wir mit Rund 2:45 Minuten Vorsprung vor dem Audi TTS, sodass auch über die Volle Distanz der sonst üblichen vier Stunden ein Klassensieg durchaus realistisch gewesen wäre.













