Lange fieberte das Team von LG WikiSpeed auf seinen Roll out in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring entgegen. An diesem Wochenende war es dann endlich soweit. Das Team rund um Stefan Gerlach und Guido Kramer war hoch motiviert denn man hatte in den letzten Wochen auf eine perfekte Fahrerpaarung für das erste Rennen hin gearbeitet. Dominik Grudzien, Tim Breidenbach und Ex-DTM Fahrer Renger van der Zande pilotierten den BMW Z4 durch die grüne Hölle.
LG WikiSpeed ist kein Neuling in der VLN und dennoch hat das Team Ende 2013 den totalen Neuanfang gewagt. Ein Team mit eigenem Auto, diesen Traum wollten S. Gerlach und G. Kramer leben. Nach vielen Gesprächen und aktiver Sponsorensuche nahm das Projekt Z4 immer mehr Form an. Das Team rund um LG WikiSpeed wurde früh miteinander bekannt gemacht, so dass alle Teammitglieder in die anfallenden Arbeiten mit einbezogen werden konnten. Das Hauptquartier von LG WikiSpeed liegt in Monheim am Rhein und wurde grade in den letzten Wochen und Monate wichtiger Anlaufpunkt für alle Teammitglieder. Das Motorsport nicht einfach ist wissen alle Teamchefs rund um die VLN und so war es auch bei LG WikiSpeed. Ein verpatzter Roll out zu den Test und Einstellfahrten, fehlende Fahrer und einiges mehr. Aber nun ist es geschafft. Und das Team ist mächtig stolz, den BMW Z4 endlich an den Start zu bringen. Als die Teammitglieder dann noch hörten das der Roll out gemeinsam mit Renger van der Zande (Ex-DTM Fahrer beim Mercedes Team Persson Motorsport) stattfinden wird, war die Motivation und die Freude riesengroß.
Am Donnerstagnachmittag hieß es treffen im Teamquartier um für den dritten VLN Lauf zu packen. Es gab noch mächtig viel Arbeit für das private Team, dennoch packten alle Teammitglieder mit großer Freude an. Freitagmorgen ging es dann in die grüne Hölle. Die Fahrer freuten sich auf ihre bevorstehenden Trainings auf der Grand Prix Strecke und am Nachmittag auf der Nordschleife.
Bei den Prüf- und Einstellfahrten am Freitagmorgen, gab es eine kleine Schreckminute beim Team als Dominik Grudzien mit einem aufgeschlitzten Reifen seinen Stint abbrechen musste. Das Team checkte den Z4 durch und die Ursache wurde schnell gefunden, so dass die Fahrer ihre Testfahrten fortführen konnten. Am Nachmittag wurde der BMW dann von allen drei Fahrern auf Herz und Niere auf der Nordschleife getestet. R. van der Zande, T. Breidenbach und D. Grudzien waren sich einig: Ein tolles Auto mit viel Potenzial. Nach einem aufregenden und arbeitsreichen Testtag fielen Fahrer und Teammitglieder müde ins Bett, freuten sich aber auch auf den Rennstart.
Am Samstagmorgen ging es dann ins Training, mit Spannung blickte man auf die Rundenzeiten des BMWs und die waren viel versprechend und ansehnlich, so das man dem Rennen zuversichtlich entgegenblicken konnte. „Wir wollen bei unserem Roll out nichts riskieren, für uns ist heute nur wichtig das sich die Fahrer auf das Auto einschießen und das wir die volle Distanz über 4 Stunden mitgehen können“ so S. Gerlach vor dem Start zum dritten Lauf der VLN Langstreckenmeisterschaft. Im Training zeichneten sich Probleme mit dem hinteren Differenzialgetriebe ab, so dass die Mechaniker in der Zeit zwischen Training und Rennen richtig gefordert wurden um den Z4 pünktlich zum Rennen an den Start bringen zu können. Aber das ist das was LG WikiSpeed schon immer ausgemacht hat, es bleibt nichts unversucht und alle geben alles bis zum Schluss.
Pünktlich um 12 Uhr wurde das Rennen gestartet und LG WikiSpeed war eins der 201Teams. Der Start wurde von Tim Breidenbach (Porsche Cup Fahrer) gefahren, der schon in der Startphase einige Plätze gut machen konnte. Sein Turn durch die grüne Hölle verlief problemlos so dass er nach 7 Rennrunden das Lenkrad an Renger van der Zande weiter reichen konnte. R. van der Zande fuhr schnelle und konstante Rundenzeiten. „Renger ist für uns alle eine große Bereicherung! Mit ihm als Profi können wir als Team genau schauen wo wir das Auto weiterentwickeln können und wo wir noch mehr Potenzial haben“, so G. Kramer. Leider hatte van der Zande in seinem Stint keine Rennrunde ohne Gelbphase. „Ich würde gern noch mal fahren“ äußerte der symphytische Holländer nach seinem Turn, „es ist noch mehr drin!“ Dominik Grudzien, Stammfahrer von LG WikiSpeed, stieg als dritter ins Auto. Dominik war hoch motiviert und sehr konzentriert. Mit seinen Rundenzeiten stand er den zwei Profifahrern in nichts nach. Ein geglaubtes Reifenproblem zwang ihn einen unplanmäßigen Boxenstopp einzulegen, aber nach einem kurzen check durch die Mechaniker bekam er grünes Licht zur Weiterfahrt. So konnte auch Grudzien seinen Stint bis zum Renn nende problemlos fortsetzen.
Von 201 genannten Teilnehmern verbuchte LG WikiSpeed am Ende des Tages Gesamtposition 117. Mit diesem Ergebnis war das gesamte Team mehr als zufrieden. „Wir haben wichtige Erkenntnisse rund um das Auto sammeln können und wir wissen nun was wir noch besser machen können und wo es noch ein wenig zwackt. Aber wir können nun gezielt am BMW Z4 –Teamintern übrigens „Hector“ genannt- arbeiten, sodass sich beim kommenden Lauf schon erste Weiterentwicklungsschritte abzeichnen sollten “ so G. Kramer.
„Aber eins ist klar! Wir haben ein wahnsinnig gutes Team auf die Beine gestellt welches nicht nur Rückhalt bietet sondern auch mit Freude bei der Arbeit ist“, so die abschließen Worte von Stefan Gerlach.













