Uwe Alzen will mit seinem Team um Gesamtsiege kämpfen

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Sein Ziel ist vorgegeben – der Platz ganz oben auf dem Siegerpodest! Der in Betzdorf beheimatete Uwe Alzen strebt auch in dieser Saison hohe Ziele an. Der charismatische Vollblut-Rennfahrer und Rundenrekordinhaber auf der Nürburgring-Nordschleife bringt in der Saison 2014 wieder sein eigenes Team an den Start.

Gleich zehnmal soll es in der kommenden Saison für das Team „Uwe Alzen Automotive“ in der VLN-Langstreckenmeisterschaft mit einem BMW Z4 GT3 um Tagessiege auf der legendären Nürburgring-Nordschleife gehen. Den gut 500 PS starken Renner setzte der 46-jährige Profi bereits im vergangenen Jahr ein, musste mit dem neuen Auto aber einige frühe Rückschläge in Form von Ausfällen hinnehmen. Erst zum Ende der Saison wurden Uwe Alzen und seine Teampartner Philipp Wlazik (Gladbeck) und Niclas Kentenich (Neuss) mit zwei Podiumspositionen in der Gesamtwertung ihren Ansprüchen gerecht. Dabei zeigte der Betzdorfer mit vier Pole-Positionen, darunter eine neue Trainingsrekordzeit mit 8.01.069 Minuten für die 24,369 Kilometer lange Runde, das wahre Potential seines BMW Z4 GT3 auf. In den neun Saisonrennen fehlte aber dann meist das notwendige Quäntchen Glück, um die gezeigte Leistung auch in zählbare Erfolge umzumünzen, das soll sich in diesem Jahr ändern..Zusammen mit Patner Philipp Wlazik setzt der Betzdorfer auf seine bewährte Mannschaft und will bei der Vergabe der Tagessiege ein gehöriges Wort mitmischen.

Nach der Verlängerung seines Vertrages mit BMW-Motorsport, greift der Betzdorfer Routinier auch in diesem Jahr beim großen ADAC 24-Stunden Rennen im Juni auf dem Nürburgring, als Werksfahrer für die Münchener ins Steuer. Der zweifache Gewinner des prestigeträchtigen Klassikers auf dem Eifelkurs wird mit einem Werks-BMW Z4 GT3 wieder zum Kampf um den Sieg antreten. Dabei wird der Fight auf der über 25 Kilometer langen Kombination aus Grand-Prix-Strecke und Nordschleife der „Grünen Hölle“ härter denn je sein. Der letzte Sieg gelang dem Betzdorfer im Jahre 2010 mit einem Schnitzer BMW M3 GT2. Im vergangen Jahr musste er nach einem Unfall mit dem BMW Z4 GT3 einen frühen Ausfall hinnehmen. In diesem Jahr soll es wieder ganz nach vorne gehen.

Herr Alzen, Sie treten nun im zweiten Jahr mit ihrem eigenen BMW-Team „Uwe Alzen Automotive“ in der VLN-Langstreckenmeisterschaft an. Welche Ziele verfolgen Sie in dieser Saison?
Uwe Alzen: Unser Ziel ist es so oft wie möglich auf dem Treppchen zu stehen. Wir möchten konstant schnell ohne technische Probleme oder gar Unfälle die Saison bestreiten.

In wieweit ist der BMW Z4 GT3 gegen die Überaus starken Mitbewerber aus dem Lager von Porsche, Mercedes, Audi, Ferrari und Aston Martin Konkurrenzfähig? Was haben Sie an ihrem Fahrzeug gegenüber 2013 verbessern können?
Uwe Alzen: Ich glaube, dass der BMW Z4 GT3 nach wie vor ein Top-Auto für die Nürburgring Nordschleife ist. Letztendlich entscheidet natürlich auch die Einstufung der BOP (Balance of Performance) mit. Wir konnten das Fahrzeug im Punktekonto Gewichtsverteilung optimieren. Zudem erhoffen wir uns von unserem neuen Reifenpartner Michelin ein weiteres Plus bezüglich Rundenzeiten und Konstanz.

Ein eigenes Team, das bedeutet ja wesentlich mehr, als nur Rennen fahren. Beschreiben Sie unseren Lesern doch bitte einmal die wesentlichen Aufgaben des Teamchefs Uwe Alzen.
Uwe Alzen: Die Aufgaben eines Teamchefs sind unheimlich umfangreich. Sie umfassen in erster Linie die komplette Finanzierung des Teams, die Koordination der Mitarbeiter, die Planung der kompletten Saison, Strategien bezüglich der Renntaktik, etc.

Sie haben zudem ihren Vertrag als BMW-Werksfahrer verlängert. Was dürfen wir uns darunter vorstellen? Was bedeutet das für Sie?
Uwe Alzen: Ich bin seit 2010 Werksfahrer bei BMW und bestreite für BMW Motorsport diverse Rennen weltweit. Zu den eigentlichen Rennen gehören ebenfalls Testfahrten und PR-Aktivitäten. Die Verlängerung des Vertrages bedeutet für mich Planungssicherheit und natürlich freue ich mich über das entgegengebrachte Vertrauen seitens der BMW AG. Der Status „BMW Werksfahrer“ ist für mich etwas ganz Besonderes und ich hoffe, dass ich noch einige Jahre für BMW tätig sein darf.

Ein dritter Gesamtsieg des 24-Stunden Rennens auf dem Nürburgring würde sich gut in ihrer Rennbilanz machen. Was bedeutet dieses Rennen für Sie?
Uwe Alzen: Das 24 Stunden Rennen am Nürburgring ist für mich nach wie vor das spektakulärste Rennen weltweit, dicht gefolgt von den beiden Klassikern Le Mans und Spa. Nirgendwo auf der Welt findet man ein ähnliches Format wie das des 24 Stunden Rennens am Nürburgring (mit über 200 Fahrzeugen auf über 25 km Streckenlänge). Die Nürburgring Nordschleife zählt zu den schwierigsten Rennstrecken der Welt und es ist etwas ganz Besonderes dort zu gewinnen.
Es herrschen dort extreme Ansprüche an Mensch und Material, deshalb hat ein Sieg auf dieser legendären Strecke so einen immens hohen Stellenwert.

46 Jahre, für einen Tourenwagen-Piloten eine gutes Alter – oder wandern Gedanken auch schon mal in Richtung Karriereende? Was würden Sie machen, wenn Sie morgen keine Rennen mehr fahren könnten?
Uwe Alzen: Ich bin seit über zwei Jahrzehnten im professionellen Motorsport und habe in zahlreichen Rennserien gefahren und viele Siege und Podiumsplätze erzielt. Zudem konnte ich fast alle 24 Stunden Klassiker gewinnen. Trotz der vielen Jahre macht mir das Fahren auf den Rennstrecken der Welt nach wie vor sehr viel Freude. Ich würde gerne noch ein paar Jahre als Fahrer für BMW Motorsport und in meinem eigenen Team tätig sein. Wenn der Tag kommt, an dem ich nicht mehr ins Rennauto steige, werde ich mich ausschließlich meinen Aufgaben als Teamchef widmen.