Mathol Racing bleibt in der GT4-Klasse der VLN Langstreckenmeisterschaft weiterhin das Maß der Dinge. Zum Auftakt der Saison 2012 holte sich die Mannschaft in leicht veränderter Fahrerbesetzung fast schon erwartungsgemäß den ersten Klassensieg des Jahres. Doch auch der Auftritt der beiden weiteren Aston Martin Vantage V8 GT4 stimmten den Teamchef Matthias Holle zuversichtlich. Insgesamt war Mathol Racing mit sieben Fahrzeugen die größte Mannschaft, die die Nordschleife in Angriff nahm.
Wolfgang Weber und Norbert Bermes kennen es schon: wenn die beiden für Mathol Racing in der Klasse SP10 mit einem Aston Martin Vantage V8 GT4 an den Start gehen, sind sie am Ende meist auch vorne. Für ihren neuen Fahrerkollegen Marcel Belka ist das noch neu. Er war es, der bei einsetzendem Regen am Steuer des Autos saß und Runde um Runde den Vorsprung vergrößerte, den ihm Weber vorher mit auf die Reise gegeben hatte. Fast vier Minuten Vorsprung waren es, als die Rennleitung den Lauf aufgrund schlechter Sichtverhältnisse wegen Nebels abbrach.
Zu diesem Zeitpunkt rangierten Scott Preacher und Andreas Weishaupt mit dem zweiten Mathol-Aston auf Platz sieben in der Klasse. Preacher war im vergangenen Jahr noch in der Rundstrecken Challenge unterwegs. In diesem Jahr möchte der Amerikaner die komplette VLN-Saison fahren. Mit dem Auftakt war er zufrieden. Für Weishaupt ist der Einsatz im Aston Martin absolutes Neuland. Nach einem Jahr in der Porsche Sport Trophy greift er nun in der VLN an. Im ersten Lauf zeigte sich, dass das intensive 1:1-Coaching, dass er im Winter absolviert hat die optimale Vorbereitung war. Direkt dahinter kam der Aston Martin von Avia Racing ins Ziel, der ebenfalls von Mathol Racing betreut wird. Jo von Muschwitz und Oliver Louisoder konnten mit ihrer Leistung bei den sehr schwierigen Verhältnissen zufrieden sein.
In der Klasse V6 setzt Mathol Racing in diesem Jahr auf Porsche. Zum ersten Lauf kam die Mannschaft von Teamchef Matthias Holle mit einem Cayman R, in Zukunft sollen es zwei sein. Rüdiger Schicht und Jörg Kittelmann mussten nicht nur mit den feucht-kalten Bedin-gungen, sondern auch mit 14 Konkurrenten kämpfen. Die Klasse gilt schon jetzt als potentielle Meistersklasse, weshalb es nicht einfach sein wird, sich hier zu behaupten. Mit Rang 11 und persönlich guten Runden waren aber beide Piloten letztlich zufrieden.
Die Klasse SP3 wird fast zur Hälfte von Mathol Racing bestückt. Drei der sieben Teilnehmer parken beim Boxenstopp vor Box 15. Dabei schafft Mathol Racing das Kunststück gleich mit drei unterschiedlichen Fahrzeugen anzutreten. Den teaminternen Kampf entschieden Thomas Heinrich und Dirk Kauke mit dem S2000 für sich. Sie sicherten sich den dritten Platz innerhalb der Klasse. Direkt dahinter kamen Tanja und Rickard Nilsson im Renault Clio ins Ziel. Vor allem Tanja ärgerte sich über eine entscheidende Szene. Als es anfing zu regnen, entschied sie sich für Intermediats. Doch nur zwei Runden war klar, dass der Regenreifen die richtige Wahl gewesen wäre. „Das war einfach Pech. Wenn der Regen wieder aufgehört hätte, wären wir vorne gewesen“, meinte sie später. Platz fünf in der Klasse und damit dritter im Mathol-Paket wurden Sebastian Schäfer und Michael Imholz. Das schnelle Duo setzte auf einen Honda Civic Type R.
„Mit sieben Autos an den Start zu gehen, ist durchaus eine Herausforderung. Ich muss vor allem unseren Boxencrew loben, die beim einsetzenden Regen in der Box einen wirklich guten Job gemacht hat“, sagte Teamchef Matthias Holle, „in diesem Chaos alle Autos fast gleichzeitig schnell und sicher abzufertigen ist nicht einfach.“ Außerdem hob er die Leistung aller Mathol-Piloten hervor. „Alle sind sehr umsichtig gefahren und haben es geschafft, die Autos ohne einen Schaden zurück zu bringen.“ Holle hofft aber trotzdem, dass seiner Mannschaft beim nächsten Lauf, am 14. April, so ein Regenchaos erspart bleibt.













