Die Ziele der Fahrer und Teams in VLN Langstreckenmeisterschaft sind so unterschiedlich, wie die Autos in eben jener Serie. So verwundert es kaum, dass das Hamburg Racing Team nach dem letzten Lauf des Jahres mit Rang sieben in der Klasse SP3T hoch zufrieden war – war „Ankommen“ doch die oberste Priorität. Und auch mit dem Aston Martin Vantage V8 GT4 war man im Team nicht unzufrieden, trotz eines Ausfalls. Denn Karl Pflanz kehrte wieder auf die Rennstrecke zurück.
Vor einigen Wochen noch lag Pflanz mit gebrochenen Rückenwirbeln im Krankenhaus. Bei einem heftigen Highspeed-Unfall mit dem alten Aston Martin des Teams war der Pflanz verletzt worden. „Wenn man das Wrack gesehen hat, musste man deutlich schlimmeres befürchten“, sagte Teamchef Michael Budde damals, „die Sicherheit der Aston Martins ist wirklich hervorragend und sehr hoch.“ Pflanz erholte sich schnell und wollte schon vor zwei Wochen wieder fahren. Damals hatte ihm der Arzt aber aus Sicherheitsgründen noch keine Freigabe erteilt. Zum Finale durfte er jetzt wieder ran. Im Training zeigte er, dass ihm der Schreck des Unfalls nicht mehr in den Knochen steckt.
Im Rennen kam er dann aber nicht mehr zum Zug. Der Keilriemen des Aston Martin hatte sich mit einem Knall verabschiedet und Kollege Kim Hauschild konnte den Briten nur noch langsam an die Box zurückfahren. Dort stellte die Mannschaft dann fest, dass der Riemen eine Schläuche und Verbindungen im Motorraum zerstört hatte, was eine zu lange Reparatur bedeutet hätte. „Ich wäre gern auch im Rennen gefahren, aber jetzt muss ich halt auf die neue Saison warten“, meinte Pflanz.
Kim Hauschild fuhr am letzten Rennwochenende des Jahres einen Doppeleinsatz für das Hamburg Racing Team. Gemeinsam mit Udo Schauland und Moritz Kröner pilotierte er den Seat Leon Supercopa des Teams. Das Fahrzeug, das in dieser Saison bereits viel Pech hatte, kam diesmal ohne Probleme durch. „Oberstes Ziel war es, anzukommen“, meinte Hauschild. In der starken Klasse SP3T reichte es letztlich zu Rang sieben und somit viel Jubel beim Team.
Jetzt geht die Mannschaft erst einmal in die Winterpause. In der VLN geht es Ende März dann wieder los. Das Hamburg Racing Team wird sich bis dahin verstärken und auch am Fuhrpark das ein oder andere ändern. Wo die Mannschaft 2012 neben der VLN noch fahren wird, entscheidet sich in den nächsten Wochen. „Ich denke, wir werden so manchen überraschen“, sagte Kim Hauschild – der jetzt noch nichts verraten wollte – bevor er sich für dieses Jahr von der Nordschleife verabschiedete.













