Nächster Rundenrekord für Mies

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Eigentlich war bereits kurz vor dem Rennen alles klar: „Wir können uns nur selbst schlagen“, meinte Alexander Mies vor dem letzten Lauf in der VLN Langstreckenmeisterschaft. Nach dem Training stand der BMW 320 si, den Mies gemeinsam mit Axel Burghardt und Jens Moetefindt pilotierte mal wieder auf der Poleposition in der Klasse V3. Doch den Schinken für den Klassensieg im letzten Rennen des Jahres kassierte diesmal ein anderer ein.

Grund dafür war die dritte Rennrunde. Startfahrer Burghardt setzte kurz vor der Mutkurve zum Überholen an und zog an einem Konkurrenten vorbei. Doch der schien von dem Manöver so überrumpelt zu sein, dass er dem BMW kräftig ins Heck rauschte. Immerhin gelang es Mies# Kollegen den Wagen abzufangen und zurück zur Box zu fahren. Dort musste die hintere Spurstange ausgetauscht werden, die komplett verbogen war. „Dadurch haben wir eine Runde verloren“, ärgerte sich Mies, der seinem Kollegen keinen Vorwurf macht. „Vielleicht war es zu mutig, genau dort vorbeizugehen“, sagte Burghardt später selbstkritisch, „aber eigentlich war Platz genug.“

Trotz des Rückstandes gab das Fahrertrio nicht auf und versuchte den Rückstand wieder zu verkürzen. „Letztlich war es leider nicht möglich, aber das ist ja kein Grund, langsam zu fahren“, meinte Mies. Mit dem Wissen, dass mehr als der dritte Platz nicht mehr möglich war, gab der Heiligenhauser noch einmal Vollgas. Mit 10:07.230 Minuten sicherte er sich nicht nur die schnellste Rennrunde innerhalb der Klasse. Er verbesserte auch seinen eigenen Rundenrekord, den er beim achten Lauf aufgestellt hatte. Innerhalb der Klasse V3 ist er der einzige Pilot, der jemals die 10:10-Minuten-Marke geknackt hat. Wobei Mies das jetzt bereits mehrmals schaffte.

„Alles in allem bin ich mit meiner ersten kompletten Saison in der VLN Langstreckenmeisterschaft zufrieden“, meinte Alexander Mies später. Mit acht Trainingsbestzeiten, fünf Klassensiegen und drei Rundenrekorden verlief die Saison auch nahezu optimal. „Ich hätte gerne auch im letzten Rennen wieder gewonnen, aber bei einem Langstreckenrennen gehört auch immer etwas Glück dazu.“ Und genau das hatte die Mannschaft diesmal nicht.

Wie es 2012 weitergeht, konnte Mies noch nicht sagen. Sein Teamchef Michael Bonk hat bereits signalisiert, dass er gerne mit Alexander Mies auch in der nächsten Saison zusammen arbeiten möchte. „Ich denke, dass wir das alles in den nächsten Wochen besprechen.“