Zum 8. VLN-Lauf am Nürburgring hat zusammengefasst einfach alles gepasst. Das Wetter, die Autos, die Zeiten und natürlich, wie immer in Perfektion, das Team. Die Distanz über 4 Rennstunden beendeten unsere Roadrunner-Clios auf P3, P6 und P22 von 25 gestarteten Fahrzeugen in unserer Klasse CUP3.
Das Rennwochenende begann für uns, nach dem Aufbau am Donnerstagabend, bereits freitags morgens um 08:30 Uhr zu den Probe- und Einstellfahrten der VLN auf dem GP-Kurs. Im Einsatz waren zwei Clios und der Porsche 997GT3. Ein Clio war der frisch aufgebaute Fleettec-Clio, der in der Nacht zuvor fertig wurde und zu seinem first roll-out ausgeführt werden konnte. Alle waren völlig begeistert, denn das Auto lief wie am Schnürchen, hatte eine für uns beeindruckende Leistung und einen Sound, der bei allen für Freude sorgte, wenn er unter Volllast über die Start- und Zielgerade fegte. Der zweite Clio war unser jüngstes Auto, auf dem Michael Marner eifrig seine Runden drehte. Der Porsche hat von Dieter Schmidtmann in den vergangenen zwei Wochen eine neue Fahrwerkseinstellung erhalten und der Termin am Freitagmorgen bestätigte, dass alles passt und das Auto nun über merklich verbesserte Fahreigenschaften verfügt. Außerdem besuchte uns zur morgendlichen Ausfahrt noch Lutz Kötting mit dem von McChip-dkr vorbereiteten Golf R. Alle waren gegen 14 Uhr voll und ganz zufrieden, der Fleettec-Clio und der 997GT3 waren bereit für das freie Training am Nachmittag.
Ab 16 Uhr stand dann die Nordschleife auf dem Programm. Mit dem Fleettec-Clio wurden die ersten Nordschleifenrunden gedreht. „Rennsemmel“ und Jürgen Peter machten einen letzten Test vor dem Rennen und nutzten die Zeit, sich an die ausreichend zur Verfügung stehenden Pferdestärken in den engen Passagen des über 2okm langen Waldweges zu gewöhnen. Eine gute Portion Mehrleistung sorgt nicht nur für fallende Rundenzeiten sondern fordert von den Fahrern, sich auf ein verändertes Fahrzeugverhalten einzustellen. Nach dem Training waren beide sehr glücklich, allerdings auch mit dem nötigen Quäntchen Respekt vor dem völlig neu aufgebauten Auto.
Der LG-Clio, der gelbe Clio und der Porsche 997GT3 waren im Auftrag der Taxifahrten mit Beifahrersitzen unterwegs. Die Piloten Roland Botor, Stefan Münch, Werner Habermehl, Fabian Müller und Dieter Schmidtmann hatten den Job, unsere Gästen das Rennfeeling hautnah erleben zu lassen. Die Begeisterung nach jeder Runde sprach für sich, alle waren beeindruckt von Geschwindigkeit und Action in der legendären Grünen Hölle! Zu allem Glück war es ein herrlicher sonniger Tag mit trockener Strecke, der flotte Runden zuließ. Nach dem freien Training wurden die Autos in die verantwortungsvollen Hände unserer Mechaniker übergeben, die lediglich die routinemäßige Durchsicht und die Vorbereitung für das Rennen auf die To-Do-Liste geschrieben hatten.
Samstagmorgen waren alle sehr gespannt: Welche Zeiten wird der Fleettec-Clio in den Asphalt brennen? Die Luft war voller Sauerstoff, die Bedingungen auf der Strecke perfekt, das Fahrzeug fertig vorbereitet und Rennsemmel und Jürgen Peter mit einer gesunden Portion Aufregung bereit fürs Qualifying.
Gemeldet waren folgende Teams:
– der Fleettec-Clio mit der Nummer 676 und der Paarung „Rennsemmel“ / Jürgen Peter
– der LG-Clio mit der Nummer 679 und dem eingespielten Team Fabian Müller / Roland Botor
– der „gelbe“ Clio mit der Nummer 680 und Werner Habermehl / Stefan Münch
Das Ergebnis des Qualifying war ein P3 in der Klasse für die #676, eingefahren mit einer für uns riesigen Zeit von 9:35min durch „Rennsemmel“. Fabian Müller positionierte den LG-Clio auf P7 mit einer 9:46min und der gelbe Clio mit der #680 ging von P25 an den Start.
Die Startaufstellung kam immer näher, Startfahrer waren „Rennsemmel“, Roland Botor und Stefan Münch. Die Wetterlage war eindeutig: Sonne, trocken, warm, Slicks. Dies sollte auch erwartungsgemäß die nächsten 4 Stunden so bleiben, es zweifelte niemand daran. Nach der Einführungsrunde waren alle Augen auf den Fleettec-Clio gerichtet. Wird sich „Rennsemmel“ gegen die Mitstreiter durchsetzen können? Unglaublich aber wahr: unser Clio kam mit einem Bombenstart auf P1 auf die NGK-Schikane zugestürmt. Das Jubeln in der Box war von den Nachbarteams nur schwer zu überhören, „Rennsemmel“ hatte einen perfekten Job gemacht. Auch die anderen beiden Clios überstanden die Startphase ohne Blessuren. Der gelbe Clio besuchte die Box in der zweiten Runde mit der Vermutung, es gäbe ein Problem, konnte aber mit negativem Befund wieder in die Aufholjagd entlassen werden.
Leider musste „Rennsemmel“ in seinem Turn einen Platz einbüßen, nachdem er Tür an Tür mit dem Clio von Jurek/Olivio die Fuchsröhre herunterfuhr und auf der unvorteilhafteren kurvenäußeren Linie war. Er übergab das Auto planmäßig nach 2 Stunden an Jürgen Peter. Lediglich ein wenig Racetape an der hinteren Stoßstange war nötig. Fabian Müller bekam den LG-Clio von Roland auf P8 liegend und Stefan Münch übergab den gelben Clio mit zwei gut gemachten Plätzen auf P23 an Werner Habermehl.
Der zweite Turn über 2 Rennstunden verlief problemfrei bei allen drei Roadrunner-Clios. Keine Schäden, keine technischen Defekte, keine Ausfälle, keine Schwierigkeiten, keine Fehler, nichts.
Das Ergebnis sprach Bände: P3 in der Klasse für „Rennsemmel“ und Jürgen (#676, Fleettec-Clio). Fabian hat noch 2 Plätze herausgeholt, er wurde zusammen mit Roland auf P6 platziert (#679, LG-Clio) und Werner und Stefan konnten das Auto auf P22 ins Parc Fermé fahren. Auch Dank der perfekten Vorbereitung durch die Roadrunner-Jungs konnten sich P3 und P6 auf der Siegerehrung Pokale abholen.
Schöne zwei Tage liegen hinter uns. Aber viel Zeit bleibt nicht, vom 14.-15.10. findet der 9. VLN-Lauf in diesem Jahr statt. Vielleicht beschert uns der goldene Oktober ja ein weiteres sonniges und erfolgreiches Rennwochende! Es heißt dranbleiben….!













