Peugeot wiederholt den Vorjahressieg

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Der Peugeot RCZ 2.0 HDi FAP ist der „Lord of the Ring“: Das Coupé hat seine Langstreckentauglichkeit zum zweiten Mal in Folge eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Beim 39. ADAC Zurich 24h-Rennen überquerten Michael Bohrer, Jürgen Nett, Stéphane Caillet und Alexandre Prémat als bestes Dieselfahrzeug und als Sieger der Klasse D1T mit drei Runden Vorsprung die Ziellinie. Im 201 Teilnehmer starken Feld belegte das Quartett beim Langstreckenklassiker in der Eifel den 54. Platz im Gesamtklassement.

Das erfolgreiche Nordschleifen-Projekt mit seriennahen Fahrzeugen ergänzt das Le-Mans-Programm mit Prototypen der französischen Löwenmarke. In beiden Disziplinen hat Peugeot als einer der weltweit größten Hersteller von Dieselmotoren seine Kompetenz erfolgreich bewiesen.

Von den Positionen eins und zwei in der Klasse nahmen die beiden Autos des Team Peugeot RCZ Nokia das Rennen auf. Nach den ersten drei Stunden lagen Alexandre Prémat, Jonathan Cochet, Bruce Jouanny und Stéphane Caillet mit der Startnummer 201 in der Klasse auf der ersten Position. Die Führung des französischen Quartetts währte bis 5:29 Uhr, als Prémat mit einem anderen Fahrzeug in der Fuchsröhre kollidierte und ausschied. Das Schwesterauto erbte die Führung und fuhr den Klassensieg souverän nach Hause. Nach 130 Runden auf der 25,378 Kilometer langen Kombination aus Nürburgring Grand-Prix-Kurs und Nordschleife stand nach 24:00:45,597 Stunden eine zurückgelegte Distanz von 3.299,14 Kilometern zu Buche. Die Durchschnittsgeschwindigkeit des Diesel-Sportcoupés betrug 137,392 km/h.

Zufriedene Gesichter im Peugeot-Lager
„Ein fantastischer Erfolg“, freute sich Alexandre Prémat. „Das war ein tolles Rennen und für mich ein vollkommen neues Erlebnis. Auch wenn ich noch nicht viel Erfahrung mit frontgetriebenen Fahrzeugen hatte, kam ich mit dem Peugeot RCZ sehr gut zurecht. Der Verkehr auf der Strecke ist enorm, so dass man stets alles im Blick haben musste.“

„Unser ambitioniertes Ziel war, den Vorjahreserfolg zu wiederholen“, ergänzte Michael Bohrer. „Wir haben uns das Rennen sehr gut eingeteilt und sind Material-schonend gefahren. Dass unser Schwesterfahrzeug auf der Strecke geblieben ist, ist wirklich schade. Aber es zeigt, dass man sich beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring nie sicher sein kann.“ Die einzigen Probleme, die das Siegerteam zu meistern hatte, waren ein loser Unterboden im ersten Rennviertel sowie ein defekter Turboschlauch am Sonntagmorgen. „Wenn ich mir die Probleme von vielen Mitstreitern anschaue, dann waren das wirklich Kleinigkeiten“, sagte Jürgen Nett. „Unsere beiden Fahrzeuge waren über die Distanz äußerst zuverlässig und standhaft.“

Erfahrungen vom „Ring“ fließen in die Serienentwicklung ein
Der Einsatz der beiden Peugeot RCZ 2.0 HDi FAP wurde gemeinsam von Peugeot Automobiles S.A. und Peugeot Deutschland in Zusammenarbeit mit dem Peugeot-Entwicklungszentrum in Belchamp realisiert. Dadurch flossen in das Langstrecken-Projekt viele Erkenntnisse aus der Serienentwicklung ein. Im Gegenzug sollen auch Erfahrungen vom 24-Stunden-Marathon für die Serie übernommen werden. Das Fahrzeug wurde gegenüber der 2010er-Version in Bremsen und Gewicht weiterentwickelt, was das 200 PS starken Diesel-Sportcoupé pro Runde rund 15 Sekunden schneller machte.

Möglich wurde das ambitionierte Projekt aber vor allem durch das Engagement der Partner von Peugeot, wie zum Beispiel dem Schmierstofflieferanten Total. Zusammen mit dem Reifenpartner Kumho und dem Technikpartner Segula wurde eine Fahrwerksabstimmung und Balance des Fahrzeugs gefunden, die letztendlich einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg des Projekts leistete.