Top-Platzierung bei einem entspannten Wüstenrennen

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„Wir sind wirklich hoch zufrieden. Dubai hat richtig Spaß gemacht“, locker und gelöst berichtet Matthias Weiland vom Einsatz seines Teams beim ersten 24-Stunden-Rennen des Jahres in der Wüste von Dubai. Mit dem Porsche 997 GT3 Cup gelang Weiland Racing mit Platz 12 der Sprung in die Top 15 des Gesamtklassements. Innerhalb der Klasse fuhr das Piloten-Quintett knapp am Sieg vorbei und sicherte sich Platz zwei.

Bei den Piloten setzte Weiland Racing auf eine ausgewogene Mischung aus erfahrenen Piloten und einem jungen Heißsporn. Neben Teamchef Matthias Weiland griffen sein Bruder Andreas Weiland, Stefan Müller, der erst 19-jährige Valentin Hummel und Spitzenpilot Jörg Viebahn ins Lenkrad. Die Trainingsfahrten nutzten alle Piloten, um sich mit der Strecke vertraut zu machen. „Manche sind hier zum ersten Mal gefahren, insofern war es wichtig, das Wochenende ganz in Ruhe anzugehen und jedem die nötige Zeit zu geben, sich an den Kurs heranzutasten“, erklärte Matthias Weiland.

Auf Anhieb Schnellster war Jörg Viebahn, der auch die beste Qualifyingzeit in den Asphalt der Wüstenrennbahn brannte. „Diese Zeit war aber für uns nur zweitrangig, da das Rennen über die Distanz entschieden wird und nicht in der ersten Kurve“, sagte Weiland. Und genauso sollte es auch kommen. Innerhalb der ersten zwei Stunden schob sich der Weiland-Porsche in die Top 15 des Gesamtklassements. Gleichzeitig zeichnete sich in der eigenen Klasse ein Zweikampf ab: Weiland Racing gegen De Lorenzi Racing.

Die Italiener bleiben über fast 16 Stunden ein harter Gegner. Mal war Weiland vorn, mal der Porsche 997 GT3 Cup der Konkurrenz. Doch dann konnte sich der Frankfurter Rennstall mit gut zwei Runden absetzen und die Führungsposition festigen. „Abgerechnet wird leider aber erst nach 24 Stunden“, kommentierte Matthias Weiland die Geschehnisse der letzten acht Stunden. Zunächst riss der Keilriemen am Weiland-Porsche und Zwang die Mannschaft zu einem zusätzlichen Boxenstopp. Ein Steinchen war in den Motorraum gelangt und hatte den Schaden ausgelöst. Doch auch die italienischen Gegner wurden mit einem kleinen Defekt wieder zurückgeworfen.

Dann wurde Valentin Hummel bei einem Überholmanöver abgedrängt und neben die Piste geschickt. Dort rauschte er durch ein Styroporschild, was die Frontlippe abriss und die Frontscheibe zertrümmerte. „Ohne Frontlippe kann man nicht fahren, weshalb wir erneut einen zusätzlichen Stopp einlegen mussten. An der Scheibe konnten wir nichts ändern, weshalb wir dann halt so weitergefahren sind“, Matthias Weiland freute sich, dass die schnellste Rundenzeit des Weiland-Porsche trotz eingeschränkter Sicht in der letzten Rennstunde gefahren wurde. „Das zeigt, dass unser Auto bis zum Schluss einwandfrei lief und unsere Mechaniker den Porsche hervorragend vorbereitet hatten.“

Dass die Fahrer gegen Ende der einzelnen Stints nicht konditionell einbrachen verdankten sie dem Lüftungssystem „Ventsuit“, dass sie unter ihren Rennanzügen trugen. „Das war wie eine kleine angenehme Klimaanlage.“ Bei strahlendem Sonnenschein und 27 Grad Lufttemperatur war die Entscheidung für das System Gold wert.

Am Ende musste sich Weiland Racing nur dem Dauerkonkurrenten aus Italien geschlagen geben. Hummels Unfall kostete im Endeffekt zu viel Zeit. Matthias Weiland macht dem 19-Jährigen aber keinen Vorwurf: „So etwas passiert in einem so langen Rennen. Es hätte auch uns anderen Piloten genauso ergehen können.“

Das 24-Stunden-Rennen von Dubai war der Auftakt für eine volle Saison 2011. Weiland Racing startet bei allen zehn VLN-Rennen mit mindestens zwei Cup-Porsche. Genauso wird der Frankfurter Rennstall auch beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring mit zwei Fahrzeugen antreten. Zudem plant Matthias Weiland im Rahmen des großen Klassikers in der Eifel am „Größten Porsche-Rennen“ der Welt teilzunehmen. Vor dem 24-Stunden-Rennen sollen rund 200 Cup-Porsche die Nordschleife für sechs Runden unter die Räder nehmen und den Carrera World Cup unter sich ausmachen.

Für alle Rennen sucht Matthias Weiland derzeit die richtigen Piloten. „Wir werden in Ruhe auswählen und dann mit einer schlagkräftigen Truppe antreten.“ Denn wie schon 2010 will Weiland Racing das beste Cup Porsche Team der VLN und damit der Nordschleife werden.