Philipp Leisen (Irrel), Carsten Knechtges (Mayen) und Alexander Böhm (Kelberg) erzielten beim Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring einen deutlichen Klassen- und Gruppensieg in der Klasse V5 (VLN-Serienwagen bis 3 Liter Hubraum). Beim 6h Ruhr-Pokal-Rennen wurde das Trio nach Ablauf der 6-Stunden-Distanz mit einer Runde Vorsprung auf die Zweitplatzierten abgewinkt. Damit festigte Black Falcon, das seit zwei Jahren erfolgreichste Team in der populären Breitensportserie, die Meisterschaftsführung.
„Unser BMW lief über die kompletten sechs Stunden absolut problemlos. Wir konnten auf unsere Mitstreiter am Ende mehr als eine Runde Vorsprung herausfahren“, freute sich Carsten Knechtges, der auch weiterhin souverän die VLN-Juniorwertung (Fahrer bis 25 Jahre) anführt, nach der Zieldurchfahrt. Die Performance des Black Falcon-BMW Z4 reichte zum dritten Mal in Folge auch dazu, alle leistungsstärkeren Fahrzeuge der Gruppe der VLN-Serienwagen in ihre Schranken zu weisen und den Gruppensieg nach dem Rennen auf dem Siegerpodest mit den Gesamtsiegern zu feiern. Im 182 Teilnehmer umfassenden Starterfeld fuhren Böhm/Leisen/Knechtges im Gesamtklassement diesmal sogar bis auf Rang 33 nach vorne.
Oleg Volin und Evgeniy Vertunov (beide Russland) rundeten mit Platz sieben in der 14 Teilnehmer starken Klasse V5 das gute Klassenergebnis für Black Falcon ab. „Das war heute ein verdammt schnelles und hartes Rennen“, sagte Vertunov. „Die Belohnung waren 36 Runden auf der legendären Nordschleife – das 6h-Rennen ist nicht ohne Grund der Saisonhöhepunkt.“
Weniger Glück hatte Black Falcon mit den weiteren drei Fahrzeugen: Der mit großem Aufwand verbesserte und mit neuem Motor ausgestattete Audi R8 LMS mit der Startnummer 1 wurde bereits im freien Freitagstraining bei einem Unfall so schwer am Rahmen beschädigt, dass eine kurzfristige Reparatur unmöglich war. Maik Rosenberg (Attendorn), Emin Akata (Friedrichshafen) und Jürgen Dinstühler (Hückeswagen) schieden im mit ihrem Werksrenner BMW 320i WTCC nach 27 Runden auf Klassenrang zwei liegend mit gebrochenem Auspuff vorzeitig aus. Für Sean Patrick Breslin, Sean Paul Breslin (beide Irland) und Bona Ventura (Köln) war im zweiten Audi R8 LMS das Rennen nach einem Ausrutscher mit Leitplankenkontakt in der 16. Runde vorzeitig beendet. „Beim 6h-Rennen auszuscheiden, ist besonders bitter“, gestand Breslin Senior. „Da auch die hintere Radaufhängung beschädigt wurde, haben wir den Audi aus Sicherheitsgründen abgestellt. Ich bin trotzdem hochmotiviert für das letzte Saisondrittel. Im Herbst werden wir erneut angreifen und bis dahin hart auf ein gutes Ergebnis hinarbeiten.“
Acht Wochen hat das Black Falcon-Team nun Zeit, sich auf das letzte Saisondrittel einzustellen. Trotz der momentan deutlichen Tabellenführung ist der Weg zum Titel keineswegs leicht. Durch das Wertungssystem der VLN, bei dem am Saisonende nur die jeweils besten acht der zehn Saisonergebnisse jedes einzelnen Fahrers gewertet werden, haben im Moment noch zwei weitere Teams neben Black Falcon beste Chancen auf den VLN-Gesamttitel. Eine endgültige Entscheidung in der Meisterschaft fällt daher wahrscheinlich erst beim letzten Saisonrennen Ende Oktober.
Der 42. Barbarossapreis führt am 25. September über die gewohnte Distanz von vier Stunden. Eine 30-minütige Zusammenfassung des 6h Ruhr-Pokal-Rennens zeigt der Sender Sport 1 am 7. August um 10:15 Uhr.













