Mit doppelter Kraft trat Gmaxx Racing zum traditionellen Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring an: Ed Nicelife, Thomas Koll, Harry Ley und Jörg Stephan bewegten 2 technisch identische Gmaxx Corvette GTR über die Nordschleife und konnten einen Klassensieg feiern.
Laut grollend begeisterte Gmaxx Racing erneut die zahlreich an die beliebten Zuschauerplätze der Nordschleife gepilgerten Fans. Zwei Corvette GTR, die bekannte gelb-schwarze (#130) sowie das neuere grau-rote Fahrzeug (#140), machten schon im Training nicht nur akustisch auf sich aufmerksam.
Dabei erlebte Thomas Koll im Rahmen der Trainingssession im Bereich Kallenhard einen kleinen Schreckmoment. Ein unruhiges Hinterrad stellte sich bei genauer Begutachtung beim Sicherheits-Stop in Breidscheid als rundum gelöste Radmuttern heraus – weit wäre Koll nicht mehr auf vier Rädern gekommen.
Per Abschleppfahrzeug wurde der US-Renner zurück ins Fahrerlager gebracht, wo die Gmaxx-Crew in einem Kampf gegen die ablaufende Uhr des Zeittrainings den Fehler lokalisierte und abstellte. Am Ende reichte es genau für eine gezeitete Trainingsrunde – das Rennen konnte kommen.
Das auf beiden Fahrzeugen genannte Gmaxx-Fahrerquartett Ed Nicelife, Thomas Koll, Harry Ley und Jörg Stephan hatte somit trotz der Trainingsschwierigkeiten zwei Eisen im Feuer, als das 6h-Rennen freigegeben wurde.
Im spektakulären Paarflug fuhren beide V8-Rennwagen durch die ersten Runden des Rennens. Doch das imposante Bild fand bereits nach der zweiten absolvierten Runde ein abruptes Ende – an der grauen Corvette mit der Startnummer 140 versagte die Kardanwelle Ihren Dienst – die Vette rollte in Breidscheid aus.
Ganz anders verlief das Rennen des Schwesterfahrzeuges mit der Startnummer 130. Platz um Platz konnte das Fahrerquartett im Gesamtklassement gut machen. Alle vier Piloten kamen gut mit dem amerikanischen Rennwagen schlechthin zurecht.
Doch während der martialisch grollende Sound des Chevi V8 Smallblock-Motors die Zuschauer bei jeder Vorbeifahrt mehr und mehr begeisterte, sah man beim Rennveranstalter zur Mitte des Rennens leichtes Stirnrunzeln. Aufgrund einer gelösten Katalysator-Keramik wurde die Gmaxx Corvette GTR immer lauter, so dass zur Mitte des Rennens ein Pflichtstop zwecks Wechsel der Abgasanlage von der Rennleitung angeordnet wurde.
In Rekordzeit tauschten die zahlreichen Helfer und Mechaniker von Gmaxx Racing die komplette Auspuffanlage, um wieder zurück ins Rennen gehen zu können. Das hatte eine weitere Prüfung für die nun schon ein wenig gebeutelte Truppe übrig: Nach 31 Runden fiel die Kupplung der Corvette GTR aus.
Wie viel Drehmoment der Achtzylinder-Motor wirklich hat, das zeigten die folgenden Runden der Schlussphase des Rennens. Nur noch der vierte Gang stand der Corvette-Besatzung auf den letzten Runden des Rennens zur Verfügung. Der Zeitverlust hielt sich indes in Grenzen, gerade einmal zwanzig Sekunden langsamer pro Runde drehte die nun wieder etwas gedämpfter auftretende GTR Ihre Runden und konnte nach sechs Stunden Renndistanz einen Klassensieg in der SP8 feiern.













