Ganz im Zeichen des Opel-Blitzes fand mit dem 6h-Rennen des MSC Ruhrblitz Bochum der Saisonhöhepunkt der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring statt. Kissling Motorsport hielt dabei die Fahnen des Rüsselsheimer Autobauers hoch und konnte ein erfolgreiches Rennwochenende feiern.
Turbo war das Thema bei Kissling Motorsport beim siebten VLN-Lauf der Saison 2010. Zum ersten Mal seit vielen Jahren kehrten die Fritzsche-Zwillinge dem Saugmotor den Rücken und gingen mit einem zwangsbeatmeten Triebwerk an den Start. Damit taten Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche es der zweiten Fahrzeugbesatzung, Hannu Luostarinen, Julius Nieminen und Volker Strycek gleich, die ja bereits beim Lauf zuvor die Standfestigkeit und Leistungsfähigkeit des aufgeladenen Triebwerks made by Kissling mit einem Klassensieg in der SP3T bewiesen hatten.
Für Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche war der Wechsel von Saug- auf Turbomotor vor allem gleichbedeutend mit dem Beginn einer Umgewöhnungsphase, wie Jürgen Fritzsche treffend beschrieb: „Der Turbomotor hat natürlich einen ganz anderen Drehzahlbereich, den man nutzen kann. Wir müssen uns richtig umgewöhnen und lernen, das geringere nutzbare Drehzahlband auszuschöpfen.“
Beim 6h-Rennen gelang das der erfolgreichen VLN-Kombo besser und schneller als selbst erwartet. Während des gesamten Rennens konnten Heinz-Otto und Jürgen Fritzsche mit schnellen Rundenzeiten glänzen und sich dabei Stück für Stück besser an die neuen Gegebenheiten unter der Motorhaube gewöhnen, so Heinz-Otto Fritzsche: „Es klappte heute schon sehr gut, auch wenn hier und da bestimmt noch die eine oder andere Sekunde über die Fahrweise und das Zusammenspiel aus Gas und Gangwahl zu finden ist.“
Völlig problemlos konnten die Fritzsches bis auf den zweiten Rang in der für sie neuen Klasse und den 20. Gesamtrang vorfahren.
Zufrieden mit der Performance Ihres Turbo-Astras waren auch Luostarinen, Nieminen und Strycek. Allerdings hatten sie beim VLN-Klassiker über sechs Stunden nicht das nötige Quäntchen Glück. Während der Speed problemlos für eine Top-Platzierung oder gar den Klassensieg gereicht hätte, vereitelte ein Lichtmaschinen-Defekt die Leistung der Fahrer und der Crew.
Somit mussten sich die stark fahrenden Finnen sowie Strycek mit einem siebten Klassenrang zufrieden geben, wohlwissend, dass weitaus mehr möglich gewesen wäre.
Einen weiteren Klassensieg konnte zudem der absolute Publikumsliebling des Rennens nach Hause fahren, der ebenfalls durch Kissling Motorsport seine Begleitung am Nürburgring erfuhr. Zusammen mit Volker Strycek, der dieses Wochenende kaum außerhalb eines Renncockpits gesichtet wurde, fuhren Olaf Beckmann und Peter Hass einen erneuten Klassensieg mit ihrem Fuchsschwanz-bestückten Opel Manta ein und rundeten damit erfolgreich ein Wochenende ganz im Zeichen des Blitzes ab.













