20. Platz im Gesamtklassement der VLN-Langstreckenmeisterschaft, Sieg in der SP3-Klasse und im New Renault Clio Cup: Die ADAC-Rundstrecken Trophy auf der Nordschleife des Nürburgrings hätte für Karl Brinker nicht besser laufen können. Die Plätze zwei und drei der Renault-Clio-Wertung teilten sich nach einem turbulenten Lauf Jannik Olivo und Elmar Jurek auf Rang zwei und Mathias Schläppi und Holger Goedicke auf Rang drei.
Der vierte Lauf der VLN-Langstreckenmeisterschaft bot – mit 168 Fahrzeugen am Start – darunter 19 Renault Clios reichlich Spannung und Action. Dabei überzeugte Karl Brinker als Dominator im Renault-Clio mit einem beeindruckenden 20. Platz im 168-Fahrzeuge starken VLN-Feld und als Klassensieger. Bereits im Training hatte sich der Ring-Racing-Pilot auf den 58. Startplatz weit von der unmittelbaren Clio-Konkurrenz abgesetzt. Hinter ihm reservierten sich die Clio-Konkurrenz, der Schweizer Rennstallbetreiber Mathias Schläppi und sein deutscher Teamgefährten Holger Goedicke sowie die Berliner TKS-Fahrer Elmar Jurek und Jannik Olivo – die Startplätze zwei und drei.
Während Brinker im Rennen nach aufreibender Startphase in Windeseile davon preschte, ging es hinter ihm zwischen den Renault-Mitstreitern hoch her. Mittendrin: Mathias Schläppi, TKS-Fahrer Jannik Olivo und Schlaug-Pilot Dominik Brinkmann sowie Michael Schrey. Zu Beginn des Rennens gerieten Tabellenführer Olivo und Brinkmann, der sich das Cockpit mit Knut Wolf teilt, kurz und heftig aneinander. Die Frontpartie von Olivos Clio wurde im Gerangel derart beschädigt, dass der Tabellenführer die Box ansteuern musste und auch nach Blitzeinsatz des Teams offensichtlich gehandicapt war. Wolf und Brinkmann fielen später wegen gebrochener Spurstange aus.
Plötzlich einsetzender Nebel und heftige Regenschauern gestalteten das letzte Drittel des Rennens überaus dramatisch und hektisch: Fast alle Fahrer steuerten die Box an und wechselten auf Regenpneus. „Als zunächst der Nieselregen einsetzte, war ich gerade zum Nachtanken an der Box, ging aber auf Slicks wieder raus“, erzählte Brinker. „Eine Runde später fuhr ich erneut die Box an, diesmal um Regenreifen zu holen. Danach musste ich wieder etwas mehr Gas geben, um den ersten Platz in der SP3 zu verteidigen. Alles in allem lief es ganz gut“, meinte er gelassen.
Der einsetzende Regen kam den Berliner TKS-Piloten wiederum zugute: Jurek steuerte – eine Runde vor der Konkurrenz – zum Reifenwechsel die Box an – und hatte goldrichtig entschieden. „Zunächst befürchtete ich, dass es gar nicht regnen würde, aber dann ging es richtig los, so dass ich an einigen Kontrahenten vorbei ziehen konnte“, strahlte er. Dabei ließ er neben Holger Goedicke auch Henry Walkenhorst hinter sich, der das Rennen auf Slicks zu Ende brachte. Die Rennleitung hatte Walkenhorst zudem einige Strafsekunden aufgebrummt, weil er das Tempolimit in der Boxengasse überschritten hatte. „Wenn man von der Strafzeit absieht, kann man unter diesen Umständen mit Platz vier durchaus zufrieden sein“, meinte Walkenhorst später.
Eine Stop-and-go-Strafe musste Ring-Racing-Fahrer Elöd Szarka, Partner von Jacques Meyer, akzeptieren. „Er hat bei Doppelgelb überholt. Doch zum Glück haben wir dadurch keine Platzierung verloren“, erzählte Meyer erleichtert, der am Ende als Fünfter im Clio-Klassement die Ziellinie überquerte. Hinter ihm folgten Michael Schneider und Lutz Rühl sowie die Ring-Racing-Fahrer Pierre Moret und Testfahrer von Renault-Sport Frankreich, Vincent Bayle sowie das Trio Helmut und Horst Baumann und Klaus Niesen vor Jörg Walkowski, Benjamin Weidner, John Scherf und dem Duo Peter Utsch und Frank Dieter Lohmann.
Vorzeitig einpacken musste Axel Linther, nachdem er wegen eines technischen Defektes mehrfach die Box angesteuert hatte. „Wir haben ein Problem mit der Benzinzufuhr“, erklärte er enttäuscht.
Das nächste Rennen um die VLN-Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring steht am 3. Juli im Plan. Abends vorher laden Bernd Hütter, Renault MotorSport-Koordinator und Team wieder zum Get-together in die Renault-Lounge ein.













