Schirra Motoring startete bei der 38. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring mit zwei MINIs, die speziell für die Langstrecke weiterentwickelt wurden. Die knapp 1:000 Kilogramm schweren Autos sind mit einem 1,6-Liter-Turbomotor ausgerüstet, der rund 275 PS leistet. Der eine MINI (Startnummer 145) ist mit einem sequenziellen Getriebe der Firma Lütgemeier mit Wippenschaltung von Megaline ausgestattet. Der zweite MINI (Startnummer 144) besitzt ein verstärktes Getrag-Getriebe.
Die 145 wurde von Friedrich von Bohlen (Heidelberg), Markus Oestreich (Petersberg) und Martin Gass (Kösching) gefahren. Stammpilot Harald Grohs (Essen) musste mit einem Infekt passen. Den zweiten Wagen (144) pilotierten Friedrich von Bohlen, Martin Heidrich (Lingen), Nico Bastian (Heidelberg) und der Ecuadorianer Andres Serrano. Unterstützung erhielt das Team in diesem Jahr von Alpecin, dem bekannten Haarpflegemittel des Kosmetik- und Pharmazie-Unternehmens Dr. Wolff aus Bielefeld. Zudem von der Ölfirma Motron und dem Ölfilter-Hersteller Sauber.
Die 145, auf der sich Grohs-Ersatz Gass sofort gut zurechtfand, schaffte im Training Platz zwei in der Klasse SP3T unter zahlreichen stärkeren Autos. Die 144 musste nach einem Unfall im ersten Zeittraining in der Werkstatt repariert werden. Anschließend beschränkte sich das Team darauf, den Wagen für das Rennen unter diesen Umständen optimal vorzubereiten.
Im Rennen fuhr die Startnummer 145 nach dem Start in der stark besetzten Klasse in der Spitzengruppe mit und lag im Gesamtklassement bald unter den besten 40. Auch die 144 kämpfte sich kontinuierlich im 197 Fahrzeuge großen Starterfeld nach vorn, bevor ein Unfall nach dreieinhalb Stunden alle Bemühungen beendete. Bastian wurde im Streckenabschnitt Brünnchen von einem Porsche ins Aus befördert.
Die 145 war fast 14 Stunden beim Langstreckenklassiker unterwegs, bis ein Unfall das Ende bedeutete. Der MINI lag bereits auf dem 30. Platz in der Gesamtwertung, als Gass von einem Konkurrenten im Pflanzgarten von der Strecke befördert wurde.
Markus Oestreich: „Schade, das Potenzial der Autos ist gut. Aber es passieren immer ir-gendwelche Dinge, die uns um die Früchte der Arbeit bringen.“
Friedrich von Bohlen: „Beide MINIs liefen gut. Das Ergebnis ist für eine Enttäuschung.“













