Team Derscheid Motorsport (Much) und Matthes Motorsport (Meiningen-Dreißigacker) treten in der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring gegeneinander an, liefern sich harte aber stets faire Kämpfe und jagen sich gegenseitig die Punkte der Meisterschaft ab. Einmal im Jahr machen beide Teams gemeinsame Sache – beim größten und härtesten Langstreckenrennen der Welt, beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring.
Die Katastrophe hätte fast nicht größer sein können: Im dritten Lauf zur Langstreckenmeisterschaft, exakt drei Wochen vorm Start des 24h-Rennens, verunfallte der BMW 318is Coupé von Team Matthes Motorsport. Somit stand das Team Matthes vor der Herausforderung, das 24h Einsatzauto in einigen Nachtschichten startbereit für das 24h Rennen vorzubereiten. Das professionelle Team von Matthes Motorsport meisterte diese Aufgabe sehr gut, so dass der Renner top vorbereitet auf seinen 24h Einsatz wartet. Fahrzeug und Fahrer fit – versichern beide Teamchefs gut acht Tage vorm Start zum Klassiker in der Eifel, während die Vorbereitungen ihren Höhepunkt erreicht haben. Beide Teams werfen ihr bestes Material in den Topf, um den dritten Klassensieg in Folge einzufahren. Während Matthes Motorsport den Rennwagen stellt, ist das Team Derscheid mit der Organisation beauftragt, die Mechanikercrew stammt aus beiden Teams.
Auf die Frage, warum man den Langstreckenklassiker gemeinsam angehe, antworten die Teamchefs Rolf Derscheid und Peter Matthes: „Auf diese Weise senken wir nicht nur den finanziellen und materiellen Aufwand, sondern wissen gleichzeitig, was unsere Fahrer zu leisten im Stande sind. Überdies kennen sich Mechaniker und Boxencrew und ergänzen sich so, wie wir letztes Jahr beweisen konnten, hervorragend.“
Nordschleife als zweites Zuhause
Die Fahrerpaarung des Team Derscheid&Matthes könnte nicht besser sein: Man kennt sich aus den Kämpfen der Langstreckenmeisterschaft, weiß um Stärken und Schwächen der einzelnen Piloten und kann so auf jede Begebenheit personell reagieren. Rolf Derscheid (Much), Michael Flehmer (Overath), Werner Schlehecker (Rösrath) und Michael „Mick“ Jestädt (Fulda) teilen sich im Zweistundenrhythmus das Cockpit des BMW während der gesamten Renndistanz. Seit Jahren gehen die Vier regelmäßig an den Start in der VLN, kennen den Nürburgring und die Nordschleife wie ihre Westentasche, wenn nicht sogar besser.
In diesem Jahr wird der Kampf um den Klassensieg jedoch deutlich härter als noch in den vergangenen Jahren. Beide Teamchefs wissen, dass: „die Werksmannschaften sofort den Kampf um die Spitze einläuten. Das heißt, wir werden sehr umsichtig fahren. Unsere Fahrer müssen noch mehr mit Rückspiegel arbeiten, als es die vergangenen Jahre erforderlich war. Gleichzeitig ist unsere Startklasse V2 diesmal deutlich voller und alle haben nur ein Ziel: Auf Platz eins nach 24 Stunden über die Ziellinie zu fahren.“
Zwar ist für viele die Bewältigung der Distanz schon als Erfolg zu werten, für echte Rennfahrer jedoch zählt nur der Sieg. „Und den wollen wir zum dritten Mal in Folge unbedingt erreichen“, lassen Peter Matthes und Rolf Derscheid verheißungsvoll wissen.













