Familien-BMW meldet sich mit einem Klassensieg zurück

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Mit einem Sieg in der Klasse H4 meldet sich der „Familien-BMW“ zurück in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. Franz Groß, sein Sohn Maximilian und sein Neffe Hajo Müller haben sich kurz vor dem erfolgreichen Rennen verstärkt. Ab sofort greift auch Thomas Müller ins Steuer des blau-orangenen BMW M3, auch wenn er keine Blutsverwandtschaft zu den anderen drei aufweisen kann. „Ich denke, dass wir uns mit Thomas gut verstärkt haben. Die Vergrößerung der Mannschaft wurde auch notwendig, weil ich in Kürze mit dem Porsche 996 GT3 RSR hier fahren will.“

Doch beim zweiten Lauf wurde nur der M3 an den Start gebracht. In der Klasse H4 sollte es nach vier Stunden zu einem ungefährdeten Sieg reichen, auch weil die Konkurrenz schwächelte. Denn der stärkste Gegner des Quartetts war ein neu aufgebauter BMW M1. Allerdings schaffte es der spektakuläre Renner nicht weit, weshalb der Familien-BMW freie Bahn hatte.

Schon im Training zeigten alle vier, dass sie bei perfekten äußeren Bedingungen zu schnellen Zeiten fähig waren. Das Team blieb konstant unter der 10-Minuten-Marke. „Wenn Du keine direkten Kämpfe mit deinen Klassengegnern hast, orientierst Du dich halt an den Rundenzeiten“, meinte Franz Groß. Mit 9:53.167 setzte der BMW im Rennen eine neue persönliche Bestmarke auf den Asphalt der Nordschleife. Eine ordentliche Zeit für einen in die Jahre gekommenen BMW M3. Immerhin schaffte die Mannschaft damit einen Rundendurchschnitt von fast 148 Stundenkilometern.

Dabei waren die schnellen Zeiten nicht immer möglich. Zahlreiche Autos leisteten sich Ausrutscher und Unfälle, sodass in nahezu jeder Runde bestimmte Bereiche mit gelben Flaggen eingebremst wurden. „Es ist unglaublich, was da draußen los ist“, meinte auch Groß nach seinem Einsatz. Zum Glück blieb der Familien-BMW im Rennen von Unfällen verschont. Erst kurz vorher wurde an dem Auto der komplette Kühlergrill getauscht, da der Wagen in einem Training frontal in die Leitplanke gekracht war. Doch außer leichten Spuren an der Motorhaube war von dem Crash nichts mehr zu sehen und an der Performance des M3 änderte das sowieso nichts.

Jetzt bereitet sich die Mannschaft bereits auf den dritten Lauf am 24. April vor. Dies wird der letzte Lauf vor dem 24-Stunden-Rennen sein. Die Langstreckenmeisterschaft wird danach erst wieder am 12. Juni auf der Nordschleife fahren. Dann möchte Franz Groß auch den Porsche mitbringen und damit auf Zeitenjagd gehen.