Nach der ersten Podiumsplatzierung des Hybrid-Porsche hagelte es Glückwünsche – auch aus Oxford in Großbritannien: Williams Hybrid Power, Hersteller des Schwungradspeichers, übermittelte seine Gratulation per Pressemitteilung.
„Wir sind mit dem Fortschritt, den Porsche in den letzten Wochen mit unserem System gemacht hat, sehr zufrieden“, sagt Ian Foley, WHP Managing Director. „Das System hat beim zweiten Lauf zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring zum ersten Mal im Renneinsatz mit voller Leistung gearbeitet. Wir sind damit unserem Ziel, die Schwungradspeicher-Technologie im Bezug auf Performance und Leistung beim24h-Rennen auf dem Nürburgring unter Beweis zu stellen, einen Schritt näher gekommen.“
Der von WHP patentierte Schwungradspeicher ist eine Neuheit in Sachen elektromagnetischer Energiegewinnung, -speicherung und –abgabe. Das vielseitig einsetzbare System wurde ursprünglich für den Einsatz in der Formel 1 entwickelt. Der Schwungradspeicher ist eine Elektromaschine, deren Rotor mit bis zu 40.000 Umdrehungen pro Minute rotiert und die Energie mechanisch in Form von Rotationsenergie speichert. Aufgeladen wird der Schwungradspeicher bei Bremsvorgängen, wenn die beiden Elektromaschinen an der Vorderachse ihre Funktion umkehren und als Generatoren arbeiten. Aus dem geladenen Schwungradspeicher kann der Pilot bei Bedarf, also beim Beschleunigen aus Kurven heraus oder während Überholvorgängen, dessen Energie abrufen, indem das Schwungrad im Generatorbetrieb elektromagnetisch abgebremst wird und so aus seiner Bewegungsenergie bis zu 120 kW Leistung für die beiden Elektromotoren an der Vorderachse liefert. Diese Zusatzleistung steht dem Piloten nach jedem Ladevorgang jeweils für eine Dauer von etwa sechs bis acht Sekunden zur Verfügung.













