„Wir möchten in der Porsche-Cup-Klasse zu den bestimmenden Teams gehören“, Matthias Weiland hatte bereits vor dem Auftakt zur VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring gesagt welches Ziel die Scuderia Offenbach und Weiland in diesem Jahr verfolgt. Mit den Stammpiloten Andzej Dzikevic und Rodney Forbes ging die Mannschaft dieses Ziel am vergangenen Wochenende beim ersten Rennen an. Den zweiten Cup-Porsche des Teams pilotierten Matthias Weiland und Kai Riemer. „Für mich ist das hier ein Test und dann werden wir mal sehen, wie es weitergeht“, erklärte Riemer vorher, der sich auf den Einsatz im 997 GT3 Cup freute.
Konnte er auch, denn mit autoweiland.de war er in der ersten siegreichen Mannschaft des Jahres. Die beiden schwarz-weißen Boliden spulten fast schon beängstigend souverän ihr Programm ab. Nach einem kontrollierten Zeittraining unter feuchten Bedingungen lagen die beiden Porsche in aussichtsreicher Position auf den Plätzen zwei und vier innerhalb der Cup-Klasse. „Wir müssen bei diesen Umständen nichts riskieren, das Rennen ist noch lang genug“, meinte auch Matthias‘ Vater Harald Weiland.
Und er sollte Recht behalten. Denn während des 4-stündigen Laufes bei trockener Piste ging es teilweise drunter und drüber. Die beiden Autos der Scuderia Offenbach konnten sich glücklicherweise aus allem raushalten und sich so und mit konstant schnellen Rundenzeiten bis in die Top 10 im Gesamtklassement vorarbeiten. Vor allem das Duo Dzikevic/Forbes lieferte sich ein heißes Duell um die Führung mit einem Konkurrenten. Die beiden hatten diesen Kampf nach knapp drei Stunden für sich entschieden. Alles schien auf den Klassensieg und Rang drei hinauszulaufen, als der Zweitplatzierte ausschied. „Genau das ist es, was ich immer sage, man muss die Daumen drücken, dass bei vier Stunden alles gutgeht und auch hält“, Harald Weiland konnte sich gut vorstellen, wie die Gefühlslage in der konkurrierenden Mannschaft war. Doch des einen Leid, war des Anderen Freud und so erbten Matthias Weiland und Kai Riemer Rang zwei kampflos.
Am Ende siegte autoweiland.de mit einer Runde Vorsprung auf den drittplatzierten Cup-Porsche. Zudem lag die Mannschaft mit beiden Porsche nicht nur innerhalb derselben Runde, wie die deutlich stärker motorisierten Sieger, sondern im Gesamtklassement auf den Rängen acht und zehn. Das war bei der starken Konkurrenz aus der Klasse SP9 – jener Klasse mit Fahrzeugen, die nach FIA-GT3-Statuten homologiert sind – nicht zu erwarten. Zahlreiche Audi R8 LMS, Porsche GT3 Cup S oder andere „Dicken“ mussten hinter den schnellen Cup-Fahrzeugen von Weiland zurückstecken.
Beim zweiten Lauf am 10. April möchte die Mannschaft um Harald und Matthias Weiland das gute Ergebnis wiederholen. Ein weiterer Doppelsieg würde die führende Stellung des Teams deutlich untermauern. Doch bis dahin sind auch erst wieder vier Stunden Rennen auf der Nordschleife zu absolvieren.













