Mit perfekter Strategie und etwas Glück zu Rang fünf

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Sabine Schmitz zu stoppen ist gar nicht so einfach. Auch eine beginnende Lungenentzündung hielt die Pilotin von Früh Frikadelli Racing nicht auf, mit dem Porsche 997 GT3 RSR und ihrem Lebensgefährten Klaus Abbelen ein fulminantes Rennen in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft abzuliefern. Trotz nasskalter Witterungsbedingungen ließen sich die beiden Lokalmatadore nicht davon abhalten, in die Phalanx der Werksteams einzubrechen und ein nahezu perfektes Rennen abzuliefern.

Schon im Training konnte Schmitz ein Zeichen setzen. Kurz vor dem Fallen der Zielflagge startete sie mit einem leicht geänderten Regen-Setup einen letzten Anlauf. „Ich hatte eine nahezu freie Runde. Vielleicht wäre noch mehr gegangen aber ich bin auch so sehr zufrieden“, meinte die Rennfahrerin strahlend. Mit einer Zeit von 10:05.507 Minuten brachte sie den Friko-Porsche auf Platz vier und somit in die zweite Startreihe.

Dort sollte sie beim fliegenden Start zum Vier-Stunden-Rennen aber nicht lange bleiben. Die beiden Manthey-Porsche zogen noch vor der Mercedes-Arena vorbei, doch einen Angriff von Hans-Joachim Stuck im Audi R8 konnte Schmitz abwehren. Im Laufe der ersten Runden entwickelte sich ein spannender Kampf bei sehr schwierigen Streckenbedingungen. „Die Streckenposten haben heute wirklich einen sehr guten Job gemacht und uns Fahrer immer rechtzeitig vor möglichen Gefahren gewarnt“, lobte Sabine Schmitz die Arbeit der Marshalls. Am Ende der dritten Runde steuerte sie allerdings die Box an, da die Piste inzwischen nahezu trocken war. „Das war Driften für Fortgeschrittene. Vor mir ist ein Audi abgeflogen und auch mir ist der Porsche ausgebrochen, doch ich konnte ihn wieder einfangen.“ Mit frischen Slicks und motiviert bis in die Haarspitzen machte sie sich wieder auf den Weg.

Zehn Runden später war dann aber erst einmal Pause für die angeschlagene Schmitz angesagt. Klaus Abbelen übernahm das Porsche-Volant, damit sich die „Speedbee“ ein wenig von den Strapazen des ersten Renndrittels erholen konnte. Jedoch schon fünf Runden später kam „Frikadelli“ Klaus Abbelen wieder zurück an die Box. „Ich bin heute nur einen kurzen Stint gefahren, da Sabine fahrerisch einfach sehr gut drauf war und wir alle wollten, dass sie die gute Platzierung nach Hause fährt,“ so ein sehr zufriedener Klaus Abbelen nach dem Rennen.

Die letzten Rennrunden wurden noch einmal äußerst spannend. Es hatte erneut Regen eingesetzt und einige Konkurrenten wechselten wieder auf Regenreifen, doch nicht das Team Früh Frikadelli Racing. Die gewagte Taktik ging auf und nach 27 Runden wurde die „wohl schnellste Frikadelle der Welt“ auf Gesamtrang fünf abgewinkt. In der Klasse bedeutete das Platz zwei. „Wir sind überglücklich. Schließlich halten wir doch hier die Fahnen der Privatfahrer zwischen all den Werksteams hoch“, resümierte Klaus Abbelen, der auch im letzten Rennen am 31. Oktober mit dem Team Früh Frikadelli Racing wieder zu den besten Mannschaften des Rennens gehören möchte.

Als wenn es ein gutes Omen war, konnte das ganze Team Früh Frikadelli Racing vor dem Tags zuvor ins „Eifel Stadl“ gestellten „kleinen Bruder“ des Friko-Porsche feiern. Der Cup-Porsche war extra für die Siegerehrung im „neuen Rahmen“ zur Verfügung gestellt – scheinbar ein echter Glücksbringer…