Spannung herrscht in der Saison 2009 der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring nicht nur im Kampf um den Tagesgesamtsieg. Daniel Zils und Matthias Unger setzten sich im Fotofinish mit einem Vorsprung von 0,195 Sekunden hauchdünn gegen das Team Black Falcon durch und errangen den Wertungsgruppensieg für das Besaplast Team Dolate-Motorsport bei den VLN-Serienwagen.
„Das war das Härteste, was ich bisher je gemacht habe. So einen hart umkämpften Sieg herauszufahren, der erst auf der Start-/Zielgeraden entschieden wird, macht vielmehr Spaß, als sich mit viel Vorsprung innerhalb der Klasse durchzusetzen“, schilderte Unger, nachdem er aus dem Cockpit des BMW Z4 Coupés kletterte.
Dabei begann der Auftakt in das 33. DMV-250 Meilen-Rennen, dem vorletzten Wertungslauf des Jahres für das schnelle Fahrerduo mit dem vierten Rang in der Klasse V5 nach Ablauf des 90-minütigen Zeittrainings bei nass, kalten äußeren Bedingungen eher durchschnittlich. Daraufhin nutzte man die Pause zwischen Training und Rennen um Veränderungen im Fahrwerksbereich vorzunehmen und startete anschließend zuversichtlich in das vierstündige Rennen.
Ähnlich wie bei den letzten Wertungsläufen zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft wurde dabei bereits auf den ersten Metern der Grundstein zum Erfolg gelegt. So gelang es Startfahrer Daniel Zils das BMW Z4 Coupé bis auf die zweite Position nach vorne zu fahren und sich in den Windschatten des Führungstrios Ventura, Bierther und Schwerfeld zu setzen. So deutete sich bereits zu Beginn ein imposanter Kampf um den Klassen- und wie sich wenig später herausstellen sollte, sogar um den Wertungsgruppensieg in der Serienwagen Klasse an.
Doch die wechselnden Witterungsbedingungen gestalteten die Veranstaltung zwischendurch immer wieder zu einem wahren Pokerspiel in Sachen Reifenwahl. „Wir sind zunächst auf Regenreifen gestartet, ehe wir nach fünf Runden uns entschieden haben, da die Strecke trockener wurde, auf Slicks zu wechseln. Gegen Ende meines Turns zogen dann immer mehr Wolken auf, weshalb wir das Kunststück wagen wollten, Regenreifen aufzuziehen. Im Nachhinein jedoch eine Fehlentscheidung, die uns zweieinhalb Minuten Zeit gekostet hat“, schilderte Zils.
Dennoch konnte sich Unger durch eine starke Schlussphase wieder an das führende Trio von Black Falcon heranarbeiten, ehe es in der letzten Runde eingangs der Mercedes-Arena zu einer Kollision kam mit einem Mitstreiter. Trotz des Drehers, einer zerstörten Felge und einem Zeitverlust von einigen Sekunden war das Glück dieses Mal auf Seiten der Mannschaft von Dolate-Motorsport. So konnte Unger bereits im Streckenabschnitt Hocheichen aufschließen und wenig später im Bergwerk die Führung übernehmen und hauchdünn bis ins Ziel verteidigen.
„Nachdem wir vor vierzehn Tagen noch knapp den Wertungsgruppensieg verpasst haben, freut uns dieses Resultat natürlich umso mehr. Und das, obwohl wir die letzten Kilometer aufgrund des Zwischenfalls mit einer zerstörten Felge zurücklegen mussten. Die Saison könnte nach dem holprigen Start und der jetzigen Erfolgswelle ruhig noch ein wenig länger andauern“, waren sich die beiden Piloten einig.













