Entscheidung vertagt: Jurek und Olivo übernehmen Spitze

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Es bleibt spannend bis zum Finale: Mit einem Sieg im 9. Lauf um die BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft eroberten sich Elmar Jurek und Jannik Olivo die Tabellenspitze im New Renault Clio Cup zurück. Den zweiten und dritten Platz im Rennen belegten die Quereinsteiger Karl-Heinz Teichmann und Michael Schneider und das Duo Henry Walkenhorst und Michael Schrey.

Regen, Sonnenschein, Graupelschauer: Die Wetterkapriolen der Eifel sorgten im vorletzten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft auf der Nürburgring-Nordschleife für turbulente Szenen auf der Strecke und Hektik an den Boxen. So auch bei den Führenden im New Renault Clio Cup, Karl Brinker und Elmar Jurek/Jannik Olivo, die sich spannende Kopf-an-Kopf-Duelle bei permanenten Positionswechseln lieferten. Doch Tabellenführer Brinker rollte nach rund drei Stunden wegen eines technischen Defekts am Abschnitt Galgenkopf aus. Die Berliner fuhren anschließend ihren vierten Saisonsieg ein, übernahmen erneut die Meisterschaftsführung – und vertagten die Titel-Entscheidung auf den Finallauf. In der Klasse SP3 belegten sie den dritten Platz, im VLN-Gesamtklassement Rang 45. „Es ging richtig zur Sache. In jeder Ecke waren die Streckenverhältnisse anders“, erzählte Brinker, maßlos enttäuscht von dem „ungerechten Ausfall. Wenn ich es wenigstens selbst schuld gewesen wäre…“, murmelte der Ring-Racing-Fahrer an der Box. Währenddessen strahlten Elmar Jurek und Jannik Olivo um die Wette.

Jurek hatte bereits im verregneten Qualifying die Trainingsbestzeit gesetzt. Ebenso wie die meisten Piloten im 175 Fahrzeuge zählenden VLN-Lauf war das Duo auf Regenreifen gestartet. „Es lief richtig gut, schon im Training. Aber es war ein heikler Eiertanz bei typischem Eifelwetter“, erzählte Jurek.

Hinter ihm und seinem Kollegen Olivo lieferten sich die Teams Michael Schneider und Karl-Heinz Teichmann sowie Henry Walkenhorst und Michael Schrey packende Fights – bei schwierigsten Streckenbedingungen. Das Duo Teichmann/Schneider sicherte sich am Ende im Klassement New Renault Clio Cup den zweiten Platz (SP3 Rang 5), und das, obwohl die Devise galt: „Lieber das Auto ganz lassen“, wie ein überaus zufriedener Karl-Heinz Teichmann betonte.

„Wir haben in der dritten Runde wieder auf Slicks gewechselt, es lief gut, war jedoch wirklich haarig. Vor allem, wenn man die Ideallinie verlassen hat“, schilderte Michael Schrey, der mit Henry Walkenhorst den dritten Platz im Clio-Klassement und den sechsten Rang in der SP3 besetzte, seinen Start.
Mit dem fünften Platz innerhalb der Clio-Klassenkameraden hinter Peter Utsch und Frank-Dieter Lohmann zeigten sich am Ende Marc Beckord und Knut Wolf zufrieden, in der Meisterschaftswertung auf Rang drei. Sie mussten einen unplanmäßigen Boxenstopp verkraften, nachdem Wolf wegen Übelkeit das Cockpit kurzfristig verlassen musste. „Es war extrem schwierig und anstrengend. Es gab viele Unfälle und man musste sich absolut konzentrieren“, erzählte Beckord später. Dies bestätigten auch Elöd Szarka und Robert Zehetmayr, die im New Renault Clio Cup den siebten Platz belegten. Dabei hatte Startfahrer Szarka anfangs mit einem gelösten Gaspedal zu kämpfen. „Irgendwie ging es jedoch bis zum Boxenstopp“, schilderte er lachend.

Auf dem sechsten Rang beendeten Schlaug-Fahrer Werner Uetrecht und Alexander Starke den vorletzten Lauf um den New Renault Clio Cup. Uetrecht steuerte kurz vor Ende des Vier-Stunden-Laufs nochmals die Box zum Reifenwechsel an und verlor dabei wertvolle Plätze.

Pech hatten die Piloten des Teams Drive-a-Racecar mit Michael Trick, Gunther Güyne und Werner Gloyna. Eine defekte Antriebswelle zwang sie nach fünf Runden zur Aufgabe. Mit einem Schaden an der Lichtmaschine musste Claude-Alan Besse ungeplant zur Box, kurz vor Rennende griff sein Partner Pierre Moret ins Steuer und belegte am Ende den achten Rang.

Der Finallauf um den New Renault Clio Cup innerhalb der Langstreckenmeisterschaft auf dem Nürburgring startet am 31. Oktober. Am Abend zuvor lädt Bernd Hütter zum Get-together in die Renault-Lounge ein.