Erfolg für Agon, Pech bei Frikadelli

Schmuckbild

Freud und Leid liegen oft sehr dicht beieinander. Dies musste auch Frikadelli Racing beim siebten Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft am Wochenende erleben. Die vom Porsche Zentrum Willich unterstützte Mannschaft um Sabine Schmitz und Klaus Abbelen hatte ihren Porsche 997 GT3 RSR dem Reglement entsprechend modifiziert. Neu war ein größerer Tank und neuer Luftmengenbegrenzer, der jetzt mehr Volumen durchlässt. Dafür musste das Team aber auch mehr Gewicht „einladen“.

Doch die höhere Leistung machte sich bereits im Training bezahlt. Mit Startplatz 13 waren Fahrer und Boxencrew gleichermaßen zufrieden. Im Rennen sollte es dann sogar richtig weit nach vorne gehen. Nach einem harten Kampf mit einem Audi R8, den Sabine Schmitz gewann, blies die „schnellste Frikadelle der Welt“ zum Angriff auf die vordersten Plätze. Zwischenzeitlich wurde der Bolide sogar auf Rang zwei geführt.

Doch die Freude, über die hervorragende Platzierung endete jäh, als Klaus Abbelen mit abgerissener Antriebswelle die Box ansteuerte. „Da hatten wir einfach mal Pech“, kommentierte Abbelen enttäuscht, „das Auto fühlte sich super an und es sah gut aus für uns, bis ich merkte, dass irgendwas nicht stimmt.“ Das Team entschied sich, auf die Reparatur während des Rennens zu verzichten. Der Porsche 997 GT3 RSR wird also erst beim achten Saisonlauf wieder am Start sein, dann mit einer frischen Revision und einem nagelneuen Getriebe – denn Klaus Abbelen und Sabine Schmitz wollen in diesem Jahr mindestens noch einmal aufs Podest klettern.

Das Siegertreppchen der Porsche-Cup-Klasse enterte erneut Agon-Motorsport. Das Dülmener Team setzt ebenfalls auf Unterstützung aus dem Porsche Zentrum Willich. So wird KFZ-Mechaniker Tino Biederbick als Chef-Mechaniker eines der beiden Porsche 997 GT3 Cup an der Rennstrecke eingesetzt. Er leistete durch eine gute Koordination der Boxencrew seinen Anteil am Erfolg. Agon-Motorsport erreichte mit Jörg Otto und Christian Menzel in der Startnummer 701 Platz zwei innerhalb der Klasse. In der Gesamtwertung bedeutete dies Rang sechs. Drei Plätze dahinter und damit ebenfalls in den Top 10, erreichten Jörn Schmidt-Staade und Stefan Müller das Ziel. Sie kämpften sich innerhalb der Cup-Klasse auf Rang vier vor.

„Mit dem Einsatz der beiden Teams bin ich sehr zufrieden, auch wenn es für Frikadelli Racing nicht gereicht hat“, meinte Joachim Tünnesen, Geschäftsführer des Willicher Porsche Zentrums, „ich denke, dass alle drei Porsche beim nächsten Lauf am 3. Oktober wieder ein erfolgreiches Rennen für das Porsche Zentrum bestreiten werden.“