Der fünfte Lauf zur BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft wurde vom Wetter dominiert: Verschiebung des Trainings durch Nebel und Abbruch des Rennen wegen Regens stellten die Nerven der Protagonisten auf eine harte Probe. Rank Motorsport aus Waldbröl behielt die Nerven und wurde mit einem Pokal belohnt.
Nur zwei Wochen Zeit hatte das Waldbröler Motorsportteam Rank, um die Unfallschäden am Opel Corsa vom letzen Rennen zu beseitigen. Als hätte er nie einen Rennunfall gehabt, stand der kleine Opel in der Box und wartete auf seinen Einsatz zum fünften Rennen der Saison. Doch bis dahin vergingen fast mehr als zwei Stunden, denn Nebel hatte die Grand Prix-Strecke fest im Griff: Mit Sichtweiten deutlich unter 50 Metern war an ein gefahrloses Training nicht zu denken und so musste auch das Team rund um Teamchef Rudi Rank bis fast 09:30 warten, ehe die Rennleitung das offizielle Zeittraining freigab.
Stefan Rank (Waldbröl) ging als erster auf die Jagd nach einer guten Zeit, kehrte aber nach einer Runde wieder zur Box zurück. Grund: Erstens war die Nürburgring Nordschleife an zahlreichen Stellen noch extrem feucht, was den Vorwärtsdrang von Rank Junior massiv einbremste, zweitens spürte er beim Bremsen heftiges Schlagen in der Lenkung. Die schnelle Diagnose durch die Mechanikercrew ergab: defekte Bremsscheiben. Binnen weniger Minuten waren die Scheiben getauscht und Jürgen Meyer (Westerkappeln) konnte in sein Training starten. Zwei Runden über den Grand Prix-Kurs und zwei Runden über die Nordschleife genügten, um die Bremsen einzufahren und den neunten von 13 zu vergebenen Startplätzen der Klasse V2 einzufahren.
Die Rennleitung hielt sich trotz der Zeitverschiebung am Morgen an den ursprünglichen Zeitplan, und mit nur 20 Minuten Verspätung wurde das Rennen um 12:20 Uhr gestartet. Stefan Rank übernahm wie gewohnt den ersten Stint, der planmäßig zwei Stunden dauern sollte. Diesmal glänzte Rank nicht mit vornehmer Zurückhaltung, sondern mit tollem Kampfgeist. Im Startgetümmel konnte er etliche Autos überholen und Plätze in seiner Klasse gut machen. Das Aufschließen auf die vor ihm fahrenden Klassengegner gestaltete sich indes weniger einfach. Zwar kam er Runde für Runde näher an die Plätze ran, in direkte Schlagdistanz gelangte er jedoch nicht. Nach elf gefahrenen Runden wurde der Opel Corsa in die Box beordert, wo Jürgen Meyer als Ablösung und die Mechaniker auf ihren Einsatz warteten.
Nur die Hälfte der Runden für Meyer
Boxenstopp und Fahrerwechsel wurden in kürzester Zeit erledigt. Die Mechaniker hatten lediglich Flüssigkeitsstände zu kontrollieren, zu tanken und Fahrer Jürgen Meyer anzuschnallen. Durch das extrem gutmütige Fahrverhalten des Opel Corsa mussten keine Reifen gewechselt werden und Meyer konnte auf warme, gut angefahrenen Slicks in sein Rennen gehen. Ohne Probleme drehte er seine Runden und setzte die gute Vorarbeit von Stefan Rank fort. Zwischenzeitlich lag der Corsa auf Rang fünf der Klasse. Weiter nach vorne ging es für Rank Motorsport bei diesem Rennen nicht mehr, denn ein einsetzendes Gewitter mit extremen Regenfällen veranlasste die Rennleitung, das Rennen wenige Minuten vor 16:00 Uhr abzubrechen. Das Unwetter hatte zu zahlreichen, mitunter schweren Unfällen geführt. Um weitere Unfälle zu vermeiden, entschloss sich die Rennleitung zum Abbruch. Für Jürgen Meyer bedeutete dies, den Corsa nach nur sechs gefahrenen Runden im Parc fermé abzustellen. Das Waldbröler Team hatte für diesen Samstag sein Planziel mehr als erfüllt: Ohne Unfall mindestens unter die erste Hälfte der Klasse V2 über die Ziellinie zu fahren war die Vorgabe – unter den ersten 40 Prozent war das Ergebnis, mit dem Teamchef Rudi Rank mehr als zufrieden war.













