„Wir haben erreicht, was wir wollten. Wir sind unser erstes Rennen gemeinsam durchgefahren“, strahlte Franz Groß. Kurz nach 16 Uhr überquerte der BMW M3 die Ziellinie in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft und beendete damit das erste Rennen der Motorsportfamilie. Vor allem Groß’ Sohn Max stand bei dem Lauf unter gehörigem Druck, hatte er doch vor zwei Wochen durch einen Unfall im Training das Wochenende frühzeitig beendet.
„Wir wollten diesmal unbedingt fahren, deshalb haben wir Max auch als letzten ins Rennen geschickt“, sagte Franz Groß nach dem Rennen. Er selbst hatte nach dem Qualifying den Start übernommen und die ersten Rennkilometer mit dem neu aufgebauten 3er absolviert. „Wir stehen mit dem Auto am Anfang. Er ist für uns Neuland und entsprechend vorsichtig gehen wir alle zu Werke. Für Max ist es zudem seine erste Saison in der Langstreckenmeisterschaft.“
Als zweiter kletterte Hajo Müller ins Cockpit des BMW. Der Neffe von Franz Groß verfügt zwar über mehr Erfahrung, als der Nachwuchspilot Max, trotzdem ließ auch er es ruhig angehen: „Für mich zählt der Spaß an der Sache. Ich muss nicht auf Biegen und Brechen gewinnen, ich will nur mit meinen Möglichkeiten schnell sein und das Auto ganz lassen.“ Nahezu problemlos absolvierte er über eine Stunde lang Runde um Runde auf der Nürburgring-Nordschleife.
Danach durfte Jungspunt Max Groß endlich das Steuer in die Hand nehmen. Mit den guten Wünschen seiner beiden Fahrerkollegen ausgestattet machte er sich auf, das Rennen zu beenden. Er hielt sich an die Vorgaben seines Teams und ließ es ruhig angehen – mit Erfolg. Nach 21 Runden wurde der blaue BMW mit den orangenen Streifen abgewinkt und damit das erste Rennen der Familie abgeschlossen.
„Es hat wirklich Spaß gemacht und ich bin glücklich, dass wir jetzt etwas zählbares in der Hand haben“, meinte Franz Groß, der noch einen Trumpf in der heimischen Werkstatt stehen hat: Spätestens im Herbst soll der ehemalige Mamerow-Porsche, ein 996 GT3 RSR, an den Start gehen.













