Wenn es um Breitensport geht, ist das Porsche Zentrum Willich stets vorne mit dabei. Auf dem Nürburgring unterstützen die Willicher zwei Teams mit insgesamt drei Fahrzeugen in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Am vergangenen Samstag, 18. April, startete das zweite Rennen der Saison bei widrigen Bedingungen.
Doch die beiden Mannschaften ließen sich von Regen und Kälte nicht zurückhalten. Frikadelli Racing mit Sabine Schmitz, Dr. Edgar Althoff und Klaus Abbelen pilotierten die schnellste Frikadelle der Welt, einen Porsche 997 GT3 RSR. Im Training zeigte die schnelle Dame des Teams, was in dem Boliden steckt und setzte ihn auf Startplatz vier, was zugleich Rang eins in der Klasse SP7 bedeutete. Zahlreiche stärker motorisierte Fahrzeuge hatten gegen den Frikadelli-Porsche keine Chance.
Doch kurz nach dem Start wurde Sabine Schmitz im Feld nach hinten gereicht. Nicht etwa, weil es an dem Porsche ein Problem gab, sondern vielmehr, weil der vor ihr fahrende BMW Alpina B6 ein Gemisch aus Öl und Wasser verlor und auf der Frontscheibe des rot-weißen 997 RSR verteilte. „Ich habe fast nichts mehr gesehen und fast eine dreiviertel Runde im Blindflug absolviert“, erklärte Schmitz, die froh war, als sie in der Box ankam. Dort orderte sie auch direkt Regenreifen.
Ein kluger Schachzug, wie sich kurz darauf herausstellte. Sabine Schmitz, die in der Eifel zu Hause ist, hatte das Wetter richtig eingeschätzt und als sie bereits mit Vollgas ihre Aufholjagd starten konnte, mussten alle anderen Mannschaften im strömenden Regen vorsichtig an die Box fahren und ihre Slicks in Profilreifen wechseln lassen. Sabine Schmitz war derweil in ihrem Element und steuerte den Porsche bis auf Gesamtrang zwei vor.
Allerdings musste Dr. Edgar Althoff als zweiter Pilot wieder ein paar Konkurrenten vorbeiziehen lassen. Er kämpfte mit falschem Reifendruck und dadurch stumpfen Waffen. Kurz darauf fiel auch noch der Funk aus, sodass der Viersener Zahnarzt deutlich später, als geplant in die Box zum letzten Wechsel kam. Mit dem korrekten Luftdruck und einer großen Portion Ehrgeiz kämpfte sich Klaus Abbelen zurück ins Rennen und bis auf Gesamtrang sieben vor. In der Klasse bedeute das Platz 2.
Das zweite Team, das mit Willicher Unterstützung die Rennen der Langstreckenmeisterschaft in Angriff nimmt ist AGON Motorsport. Die Mannschaft setzt zwei Porsche 997 GT3 Cup in der Porsche-Cup-Klasse „Cup3“ ein. Als Flaggschiff der Truppe gilt die Startnummer 702 mit Jörn Schmidt-Staade, Jörg Otto und Christian Seewaldt. Die schnellen Drei hatten im Rennen lediglich mit den widrigen Umständen zu kämpfen. Nach den Regengüssen trocknete die Piste vor allem gegen Rennende wieder ab, was die richtige Reifenwahl nicht einfach machte. Doch die Mannschaft meisterte die Aufgabe sehr gut und reihte sich auf Gesamtrang 13 ein. In der Cup-Klasse schafften sie es mit Platz 3 aufs Podium.
Der zweite AGON-Porsche hatte nicht ganz so viel Glück. Stefan Peters, Dirk Torwesten und Stefan Müller kämpften zu Rennbeginn plötzlich mit Ausfällen der Schaltung. „Wir wissen leider nicht, wieso das passiert ist, aber plötzlich hing der Gang fest“, erklärte Techniker Tino Biederbick. Nach einem kurzen Stopp in der Box lief das Getriebe wieder reibungslos und die drei Piloten konnten ihre Aufholjagd starten. Am Ende reichte es immerhin noch zu Platz 7 in der Klasse Cup3.
Bereits in zwei Wochen, am 2. Mai, geht die Langstreckenmeisterschaft in die nächste Runde. Der dritte Lauf ist zugleich die Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen, dass Mitte Mai auf dem Nürburgring gestartet wird.













