Guter Test, gutes Rennen

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Im Rennfokus stand bei Küpper Racing eindeutig die Speerspitze des Teams, der BMW M3 der Klasse V6. Mit dem zweiten Auto, einem BMW 325i der Klasse V4 sollten lediglich einige Testrunden zur Vorbereitung auf das 24h-Rennen gedreht werden. Dass es anders kam, lag am Fahrspaß, den beide Autos boten.

Zwei Autos, drei Fahrer – eine anspruchsvolle Aufgabe, in einer äußerst anspruchsvollen Rennserie, auf der mit Sicherheit schwierigsten Rennstrecke der Welt. Ein schweres Stück Arbeit lag vor Küpper Racing mit Teamchef und Fahrer Bernd Küpper aus Düren beim zweiten Lauf der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft. Zur Lösung der Aufgabenstellung standen ihm sein Stammfahrer Benjamin Weidner/Düren und der seit einem Rennen zum Team gehörende Jochen Hudelmaier/Ehningen zur Seite.

Nebel veranlasste die Rennleitung, den Start zum Training um 30 Minuten zu verschieben und die erste Stunde keine Zeiten zu werten. Dennoch ging das Team frühzeitig mit dem BMW M3 der Klasse V6 auf die Strecke, um erste Eindrücke zu sammeln. Benjamin Weidner eröffnete für Küpper Racing das Training, fuhr zwei Runden über den Grand Prix-Kurs, ehe er zwei Runden auf der Nordschleife drehte. Seine Zeiten wurden aber aus erwähntem Grund nicht gewertet. Die Zeiten von Jochen Hudelmaier hingegen flossen ins Klassement ein, waren aber nach eigener Aussage nicht die besten, da die Strecke nach wie vor nass und sehr rutschig war. Als Bernd Küpper seine Runden drehen wollte, bemerkte er ein eigenwilliges Fahrverhalten des BMW M3, brach seine Runde ab und kontrollierte die Fahrwerkstechnik des neu aufgebauten Rennautos. Dabei stellte er ein ausgeschlagenes Radlager des Querlenkers fest, der Tausch dauerte bis zum Ende der Trainingssitzung. Somit blieb dem Team eine Verbesserung der Startposition verwehrt. Von der letzten Position der Klasse V6 musste Küpper Racing ins Rennen gehen. Mit dem Einsatzwagen des 24h-Rennens, dem BMW 325i der Klasse V4, drehte der Teamchef lediglich zwei Trainingsrunden, um eine gewertete Zeit und damit eine Startberechtigung zu haben. Ohne auf Angriff zu fahren, endete das Training für den kleinen Wagen auf dem letzten Startplatz der V4.

Den Start auf dem BMW M3 übernahm Benjamin Weidner, der im Getümmel der ersten Kurven etliche Plätze gutmachen konnte und eine furiose Aufholjagd startete. Doch Mitte der zweiten Runde wurde der Vorwärtsdrang von Weidner eingebremst: Mit dicken Tropfen stellte sich Regen ein, der im Laufe immer stärker wurde. Weidner musste die Box aufsuchen, um Regenreifen zu fassen. Nur wenige Minuten hinter ihm drehte Teamchef Bernd Küpper seine „Inspektionsrunden“ auf dem kleinen Schwesterauto. Auch er musst durch den Regen die Box ansteuern, wodurch es zum personellen und materiellen Engpass bei der Boxenmannschaft kam: Beide Autos so schnell als möglich abzufertigen, war aufgrund des Gedränges in der Boxengasse und der geringen Zeitspanne zwischen beiden Küpper-Autos nicht möglich. Nach zwei Stunden auf Regenreifen bei extrem schlechten Bedingungen übergab Benjamin Weidner den Wagen auf Platz vier an seinen Fahrerkollegen Hudelmaier. Nur langsam wurden bei Hudelmaiers Stint die Bedingungen besser, und nur langsam fielen die Rundenzeiten. Insgesamt sieben Runden drehte der Schwabe Hudelmaier im V6-Renner von Küpper Racing. Währenddessen steuerte Teamchef Küpper im kleineren V4-Auto die Box an und übergab nach 12 gefahrenen Runden den Wagen an Benjamin Weidner, dem zwischen seinen Einsätzen gerade mal genügend Zeit zum Durchatmen blieb. Weidner fuhr auf dem V4 Auto weitere sechs Runden und stellte das Auto unbeschädigt im Parc fermé ab. Auch Teamchef Bernd Küpper kam zum Schluss noch zum Einsatz auf dem BMW M3. Er übernahm den Wagen von Hudelmaier und fuhr vier Runden, ehe die karierte Flagge das Rennen beendete. Bis auf den verpatzten Boxenstopp lief es für das Team wie geplant, auch wenn zuerst nur einige wenige Runden mit dem kleinen Auto angedacht waren, so entschied der Teamchef doch spontan, das gesamte Rennen als letzten Funktionstest für das 24h-Rennen zu nutzen. Beim kommenden Lauf am 2. Mai 2009 wird das Team nur mit einem Auto an den Start gehen, mit dem V6 BMW M3.