Renger, Rehfeld und Mölig starten für Kissling-Motorsport

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Das Fahrertrio der ersten Corvette C6.SP von Kissling-Motorsport steht fest. Mit Reinhold Renger, Roland Rehfeld und Reinhold Mölig werden drei erfahrene und schnelle Piloten den US-Sportwagen „made by Kissling“ pilotieren.

Renger ist seit Ende der Neunzigerjahre in der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring am Start und feierte in der Serienwagenklasse erste Erfolge. Sein Debüt im Porsche 911 GT3 MR endete 2001 mit einem Paukenschlag – auf Anhieb fuhr er beim letzten Rennen des Jahres zu seinem ersten und bislang einzigen Gesamtsieg. Nach zwei Jahren am Steuer des Zuffenhausener Sportwagens wechselte Renger auf einen Honda S2000. Zusammen mit dem im letzten Jahr verstorbenen Andreas Mäder war er dabei stets in den Kampf um die Meisterschaft involviert.

Die motorsportliche Vita von Rehfeld zeichnet sich vor allem durch Vielseitigkeit aus. Klassisch startete er zunächst im Kartsport und war danach in der Renault-elf-Campus-Meisterschaft, dem Formel-Renault-Cup sowie der Formel 3 am Start. Erste Erfahrung mit GT- und Tourenwagen sammelte Rehfeld im Porsche-Carrera-Cup. Das motorsportliche Multitalent fuhr zudem in der Truck-Europameisterschaft und in der ASCAR-Serie. Die letzten Jahre war Rehfeld im Sportwagen zu Hause. So pilotierte der Instruktor unter anderem einen Mosler MT 900 R in der Dutch-SuperCar-Challenge und war im ADAC-GT-Masters aktiv. Zusammen mit Renger fuhr er während der letzten Jahre mehrere Einsätze auf der Nordschleife.

Mölig machte in der Vergangenheit vor allem mit seinem bulligen V8STAR in der Langstreckenmeisterschaft auf sich aufmerksam. Die Rennen bestritt er nicht selten im Alleingang. 2008 nahm er erstmalig in der Corvette Platz und war von der Performance auf Anhieb begeistert. Mit dem Hause Kissling ist Mölig schon seit über einem Jahrzehnt verbunden und bestritt vereinzelte Einsätze im Team aus Bad Münstereifel.

Während der Test- und Einstellfahrt sowie den ersten Läufen der Saison wollen Renger, Rehfeld und Mölig ihr neues Einsatzfahrzeug kennenlernen. Das Potential des Frontmotor-Sportwagens mit V8-Herz ist für regelmäßige Platzierungen in den Top 10 gut. Mit Scott Preacher kommt ein weiterer Fahrer zu Kissling-Motorsport, der die Corvette auf der schönsten Rennstrecke der Welt bewegen wird. Den ersten Test bestreitet der US-Amerikaner im April, weitere Renneinsätze sind geplant.

Aufgrund möglicher reglementbedingter Anpassungen wird Kissling-Motorsport bei den ersten beiden Läufen mit nur einer Corvette C6.SP an den Start gehen. „Nach Auskunft der Regelhütern von Langstreckenmeisterschaft und 24h-Rennen kann es während der ersten Läufe noch zu Anpassungen am Airrestriktor kommen“, sagt Kissling. „Nach langen Überlegungen haben wir uns entschlossen, zunächst mit einem Fahrzeug zu starten und die zweite Corvette erst einzusetzen, wenn die Einstufung feststeht.“ Im Schwesterfahrzeug wechseln sich dann Hannu Luostarinen, Volker Strycek und Stefan Kissling am Volant ab. Der Teamchef würde allerdings seinen Platz für einen schnellen und erfahrenen Fahrer zur Verfügung stellen.