In der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring ist die Dichte der Profirennfahrer in den letzten Jahren ständig gewachsen. Topstars vom Schlage eines Marc Basseng, Timo Bernhard und Lucas Luhr zählen längst zu den regelmäßigen Startern – doch ein Amateur mischt immer wieder im Konzert der Großen mit: Arno Klasen. Der der 44-jährige Diplom-Betriebswirt aus Karlshausen im Eifelkreis Bitburg-Prüm feierte beim 43. ADAC Barbarossapreis jüngst seinen 25. Gesamtsieg in der populärsten Breitensportserie Europas.
Die ersten motorsportlichen Erfahrungen sammelte Klasen 1985 und 1986 mit einem Volkswagen Scirocco im Auto-Cross. Nach absolviertem Wehrdienst und Studium setzte er seine Karriere im Kartsport fort und wurde 1993 Vizemeister im Supra-Cup. Ein Jahr später fand Klasen schließlich den Weg in die Langstreckenmeisterschaft. Mit einem Toyota Corolla in der Gruppe H errang er 1995 seinen ersten Klassensieg. Nach dem Wechsel auf einen BMW 325 in der Gruppe N folgten 1997 weitere Klassen- und Gruppensiege. Seinen ersten großen Triumph auf der Nordschleife feierte er am 9. Juni 2001. An der Seite von Jürgen Alzen ließ er im Porsche 996 GT keine geringeren als die Nürburgring-Urgesteine Olaf Manthey, Johannes Scheid oder die viel zu früh verstorbenen Edgar Dören und Paul Hulverscheid hinter sich. 24 weitere Siege folgten, nur 2006 blieb ihm ein Platz ganz oben auf dem Podium verwehrt. Die alleinige Führung in der Statistik der Gesamtsiege ist übrigens in Aussicht: Vor Klasen liegen nur noch Jürgen Alzen, Olaf Manthey und der verstorbene Ulli Richter, die jeweils 28 Siege errangen.
Neben den Erfolgen in der VLN Langstreckenmeisterschaft Nürburgring fuhr Klasen auch beim 24h-Rennen auf dem Nürburgring Podiumsplätze ein: 2002 wurde er zusammen mit Jürgen Alzen, Markus Oestreich und Timo Bernhard Zweiter, 2004 stand zusammen mit Luhr, Bernhard und Manthey Platz drei zu Buche. Und auch bei den 24h-Rennen in Bathurst und Dubai machte Klasen mit Klassensiegen auf sich aufmerksam.
„Ich muss zum Glück nicht vom Motorsport leben. Deshalb habe ich die nötige Lockerheit und kann mit dem Druck gut umgehen“, erklärt Klasen. „Außerdem kann ich mich in einem professionellen Team wie Manthey-Racing ganz gut einordnen. Ich sehe mich als ein Rädchen von vielen in dem großen Getriebe.“













