Bonk-motorsport: „Erfolgs-Konzepte“

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Die aktuelle Meisterschafts-Tabelle zeigt, dass das Münsteraner Bonk-motorsport-Team in die richtige Richtung strebt: Platz eins nach vier von zehn Rennen. Und dabei wäre es um ein Haar gar nicht zur Teilnahme mit dem aktuellen Renngerät, dem Bonk-BMW-Z4-Coupé gekommen. „Wir haben am Freitag vor dem ersten Rennen festgestellt, dass wir sehr weit weg von den angestrebten Performance lagen“, so Teamchef Michael Bonk nach dem vierten Rennen der VLN-Saison.

Dabei hatte das aus Münster stammende Racing-Team schon Ende 2009 die Weichen für einen weiteren Titelgewinn in der Meisterschaft angestrebt. „Wir haben überlegt, was passieren müsste, damit wir um die Meisterschaft mitfahren“, so Teamchef Michael Bonk. Team Bonk-motorsport konnte bereits 2002 und 2006 die Gesamtmeisterschaft gewinnen. Mit Mario Merten/Wolf Silvester siegte Bonk-motorsport einmal in der VLN-Gesamtmeisterschaft (2006) und ebenfalls die Serienwagenmeisterschaft bereits zwei Mal.

Michael Bonk und Bruder Peter entschieden in Gesprächen mit den Fahrern Mario Merten/Wolf Silvester, in welcher Klasse die größten Chancen für die beiden Rennpiloten in der Saison 2010 bestehen könnten. Und dann diskutierten die vier Männer noch die wichtige Frage: Mit welchem Rennwagen? Obwohl zuerst der Einsatz auf dem Porsche 997 GT3 in der Klasse SP6 im Fokus stand, entschied sich Bonk-motorsport letztendlich für den BMW-Z4-Coupé in der Klasse SP3. Denn bereits im Winter erschien die SP3 zur teilnehmerstärksten Klasse heranzureifen.

Da dann zum ersten Rennen der Z4-Coupé noch nicht die Performance besaß, wie Bonk-motorsport das zu diesem Zeitpunkt geplant hatte, wollte Teamchef Michael Bonk unter die Meisterschaft um ein Haar den Schlussstrich ziehen. Nach dem Freitagstraining folgte eine Krisensitzung, aber auch die Entscheidung, das Rennen am Samstag aufzunehmen. Interessanterweise gewann das Bonk-Team den ersten Lauf in der SP3 mit den Piloten Mario Merten / Wolf Silvester. „Wir hatten beim1. Rennen einfach von den Ausfällen der Fritsche-Brüder mit dem Opel-Astra OPC und Weber/Bermes auf dem Honda S2000 profitiert“, erläutert heute Wolf Silvester den nicht erwarteten Erfolg beim Saisonauftakt Ende März.

Aber dieser Sieg brachte eine ordentliche Motivation ins gesamte Team, und so gingen Mechaniker, Techniker und Fahrer mit neuem Elan an die Arbeit. Eine Glückssträhne, die aus heutiger Sicht sowohl Teamchef als auch Fahrer zitieren, führte Merten/Silvester in den weiteren drei Läufen jeweils auf Platz zwei in der Klasse, was aktuell Platz eins in der Gesamt-Tabelle bedeutet. Aber hier winkt das gesamte Team, auf die weiteren Siege angesprochen, ab. Mario Merten: „Bisher ist im Meisterschaftsstand ja gar kein Streichergebnis berücksichtigt. Es ist also noch gar nichts entschieden nach den bisherigen vier Rennen.“

Ob das Glück beim Bonk-motorsport-Team bleiben wird, steht in den Sternen. Jedenfalls gibt neben dem Teamchef auch Wolf Silvester eine Reihe von Faktoren an, die für weitere Erfolge zusammenpassen müssen und bleibt mit seiner eigenen Prognose zum Verlauf der weiteren Saison sehr zurückhaltend. Neben einem zuverlässigen Auto, bedarf es laut Wolf Silvester auch eines zuverlässigen Teams, und eben eine gehörige Portion Glück.

Dass es am Glück derzeit nicht mangelte, zeigte sich in Rennen zwei, als kurz vor Schluss des Rennens ein Elektronik-Problem den Motor des Z4 aussetzte. Und Mario Merten wurde motiviert, im Auto sitzen zu bleiben. Innerhalb kürzester Zeit gelang unter Hilfe des Funk den Motor doch noch zu starten. Den bis dahin erreichten zweiten Platz verteidigte der Nürburger Merten dadurch erfolgreich bis ins Ziel.

Mittlerweile zählt Teamchef Michael Bonk den Bonk-BMW Z4-Coupé aber zu den siegfähigen Autos in der Klasse SP3. „Wir haben deutliche Fortschritte in der Gesamtabstimmung gemacht, und mit jedem Kilometer der Rennen 2 bis 4 haben wir mit diesem Auto Pluspunkte gesammelt“, sagt Teamchef Michael Bonk Auskunft zur Performance nach dem vierten Saison-Rennen. Auch in puncto Potenzial traut Michael Bonk seinem Bonk-Z4 noch leichte Steigerungen zu. Erst innerhalb der nächsten drei bis vier Rennen wird sein Rennwagen nahe am Optimum bei der Feinabstimmung angelangt sein, teilt der Teamchef seine Einschätzung zu noch schnelleren Rundenzeiten mit.